Johann Heinrich Pestalozzi erlebte, was wir heute salopp „eine schwere Kindheit“ nennen: Als er 5 Jahre alt war, starb sein Vater und liess die Mutter und 2 Geschwister in armen Verhältnissen zurück. Ob Pestalozzi trotzdem oder gerade deswegen ein Mensch geworden ist, dem Erziehung und Bildung besonders wichtig waren, wissen wir nicht. Am 12.01.1746 in Zürich geboren, verbrachte er die Kindheits- und Jugendjahre in der Stadt an der Limmat. Als echtes Kind seiner Zeit begeisterten sich er und seine Mitschüler für die Idee der Aufklärung, deren Ziel eine Reform der politischen und sozialen Verhältnisse war. Sein Held war Jean-Jacques Rousseau. Da diese Ideen auch in der Schweiz damals nicht gefragt waren, musste Pestalozzi seine Hochschulausbildung vorzeitig beenden.
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Ihre Saison ist kurz. Dafür umso leckerer und gesünder. Die Aprikose ist nicht nur etwas für Schleckermäuler, sie hat es wirklich in sich. In der Zeit von Mai bis August hat das Steinobst, in Österreich auch Marille oder in der Schweiz Barille genannt, Platz in unseren Obstkörben. Sie ist wertvoll, sie ist sensibel, aber vor allen Dingen ist sie zum Beginn des Sommers das Beste, was Sie für Ihre Gesundheit und die Schönheit tun können. Ob im Nahen oder Fernen Osten, Nahrung ist das Medikament der Medikamente, so die Grundregel der ganzheitlichen Heilkunde. Auch die Aprikose gehört zum ganzheitlichen Wissen der alten Asiaten. Sie wird als eine der ältesten Obstsorten bezeichnet und soll bereits vor rund 5000 Jahren in Nordchina kultiviert worden sein. Heute werden die anmutigen Bäume mit der breiten dichten Krone, den herzförmigen Blättern und den wunderbar leuchtenden Blüten überwiegend in warmen bis subtropischen Klimazonen des Mittelmeerraumes angebaut. Hauptlieferant für den europäischen Markt ist die östliche Türkei. Und mehr denn je wissen wir heute, dass die Aprikose Lebensmittel und ein wichtiges Mittel für Leben ist.
Für Rudolf Steiner war der Löwenzahn ein Himmelsbote, ein Vermittler zwischen Himmel und Erde. Für Kinder wird er erst nach der Blüte richtig interessant, weil man herrliche Blumensträusse und andere Kunstwerke mit ihm gestalten kann. Und wenn er seine Samen voll entwickelt hat, dient er ihnen als Pusteblume. Wer Wildkräuter in der Küche schätzt, kommt nicht am Taraxacum officinale, so sein botanischer Name, vorbei. Eine interessante und vielseitige Pflanze also, die sich unbekümmert auf Wiesen, an Ackerränden und zum Leidwesen jedes Hobbygärtners auch in Beet und Rasen breit macht. Und sie lässt sich nur schwer von ihrem Standort vertreiben: Wer schon einmal versucht hat, die lange Pfahlwurzel des Krautes auszugraben, versteht den Gärtner sicherlich. Wenn auch nur ein Stückchen Wurzel im Boden verbleibt, hat der Löwenzahn keine Mühe, rasch wieder eine Pflanze hervorzubringen. Er ist wirklich sehr vital!
Die Idee: Das Leben ist eine Reise; es gibt Orte, an welchen man gerne verweilt und irgendwann geht man weiter. Wie oft erleben wir es, dass wir uns in einer neuen Situation befinden (Trennung, Scheidung, Verlust eines geliebten Menschen, Arbeitsplatzverlust u.a.m). Wir kommen mit dem Verlust nicht zurecht und/oder eine Neuorientierung ist gefragt.
Nach einigen verlorenen Spielen munkelte man, Roger Federer habe wohl seinen sportlichen Zenit überschritten. Aber die Nummer 1 der Weltrangliste im Tennis hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet und gab bekannt: Er litt am Pfeiffer’schen Drüsenfieber. So wie es aussieht, hat Federer die Erkrankung relativ rasch überwunden, nach wenigen Wochen stand er schon wieder auf dem Tennisplatz – und siegte. Seine Fans aus aller Welt werden sich mit ihm darüber freuen.
Kohl oder Wirsing in der Küche kennen wir alle. Vor allem im Winter ergänzen sie unseren Speiseplan, sind beliebt als Kohlroulade für Freunde deftiger Hausmannskost oder feine Gemüse-Fleisch-Kombination aus dem Wok. Alle Kohlarten enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe, besonders Vitamin C und Kalium. Wenig bekannt hingegen ist der Kohl als Naturheilmittel, obwohl Anwendungen mit den grünen Blättern seit der Antike beschrieben wurden. Es scheint, als sei der Kohl zu Unrecht in Vergessenheit geraten: Wie die Analyse der Inhaltsstoffe ergab, enthält das Gemüse entzündungshemmende und schmerzlindernde Senfölglykoside und Flavoide.
Artemisia absinthium lautet die lateinische Bezeichnung für die Pflanze. Und Absinth ist die Bezeichnung für eine berüchtigte Spirituose, die sich um die Jahrhundertwende als „Grüne Fee“ grosser Beliebtheit erfreute. Zur Herstellung des hochprozentigen Getränks wurden Kräuter und Gewürze wie Anis, Angelika, Fenchel, Koriander und eben Wermut verwendet. Und auch die typische grüne Farbe des Destillat wurde durch Zugabe von Pflanzenteilen des Wermuts erzielt. Der schlechte Ruf des Absinths hatte seine Gründe: Das im Wermut enthaltene Nervengift Thujon stand im Verdacht, bei langjährigem oder übermässigem Genuss zu schweren Gesundheitsschäden zu führen, weshalb die Produktion von Absinth über Jahrzehnte verboten war. Erst seit knapp 30 Jahren ist es wieder erlaubt, diese Spirituose herzustellen, da sich herausstellte, dass nicht das Nervengift, sondern der hohe Alkoholgehalt des Absinths krank macht.
Die Schamanen Südamerikas glaubten an das energievolle Potenzial der Natur und führten die Inka Stone Massage auf einem Steintisch aus. Der Tisch war mit Vicuna-Fellen oder Decken ausgelegt. Nur die Vicuna-Wolle, die edelste und teuerste im Inka-Reich, musste es sein.
Die Muskatnuss in der Küche ist uns vertraut: wir würzen damit Weihnachtsgebäck, Fleisch- und Kartoffelgerichte. Besonders Gemüsesorten mit zartem Eigengeschmack wie Blumenkohl profitieren sehr von ihrer pikanten Schärfe. Auch einem Schweizer Käsefondue verleiht sie noch mehr Würze. Wichtig ist eine sparsame Verwendung, da zuviel Muskatnuss die Speisen bitter schmecken lässt. Ihr Aroma ist allerdings sehr flüchtig, weshalb man sie immer frisch gerieben verwenden und erst am Ende der Kochzeit zugeben sollte. Die Lebensmittelindustrie verwendet aus diesem Grund lieber das intensivere Muskatnussöl. Das Öl lässt sich in der Produktion besser dosieren und ist auch länger haltbar als die Samen des Muskatnussbaums, die oft von Schimmelpilzen (Aflatoxine) befallen werden und dann nicht mehr zum Verzehr geeignet sind.
Es ist 6 Uhr morgens in China. Draußen beginnen die Vögel mit ihrem morgendlichen Konzert den Tag. Neben unserer Unterkunft fließt still und ruhig ein kleiner Fluss vorbei und man hört das Wasser leise rauschen. Wieder einmal sind Klaus und ich, wie jedes Jahr, mitten in den Laoshan Bergen, um unser Wissen weiter zu vertiefen. Und wie jedes Jahr hinterfrage ich, warum ich mir das harte Training überhaupt antue. Statt mich auszurasten, lange zu schlafen, spazieren zu gehen oder irgendwo am Strand zu liegen und die Sonne zu genießen, stehe ich Tag täglich um spätestens 6 Uhr auf der Matte. Ausgerüstet mit einem aus Spezialgummi bespannten Schläger, der zirka so groß wie ein Badmintonschläger ist, und einem 5g schweren, mit Sand befülltem Ball.