„Wenn ich nur nicht diese viel zu grosse Nase hätte, könnte ich richtig Karriere machen.“ Oder: „Ich habe so hässliche Beine, dass ich mich kaum noch ins Schwimmbad traue, weil mich alle anstarren.“ Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann sind Sie nicht alleine. Fast jede Frau schaut sich kritisch im Spiegel an und findet den einen oder anderen Makel so störend, dass er sich negativ auf ihr Selbstbewusstsein auswirkt. Und die Werbung für Kosmetika oder Schönheitschirurgie tut ein Übriges, um diese Haltung zu fördern. „Nur wer schön ist, hat Erfolg und Glück“, so wird uns suggeriert. Den beiden Branchen nützt es auf jeden Fall, sie machen mit der Unzufriedenheit ihrer überwiegend weiblichen Kunden weltweit Milliardenumsätze. Aber was ist schön, und wer definiert „Schönheit“?
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Die Dunkelziffer ist hoch, deshalb gibt es keine genaue Statistik. Aber Experten schätzen, dass allein in Deutschland 4 Millionen Menschen leben, die alkoholkrank sind. Das ist eine erschreckend hohe Zahl. Denn zuviel Alkohol über längere Zeit zerstört allmählich den Körper mit schrecklichen Folgen: Leber, Bauchspeicheldrüse und Gehirn werden auf Dauer geschädigt, das Risiko für einen Herzinfarkt oder bestimmte Krebserkrankungen steigt rapide. Fast noch schlimmer als die körperlichen Schäden sind die psychischen und sozialen Folgen der Sucht. Viele Alkoholkranke sind so in ihrer Sucht gefangen, dass sie auch ihre seelische Gesundheit, ihr Familienleben und ihr Berufsleben aufs Spiel setzen.
Angst ist ein Gefühl, das uns allen vertraut ist. Wir empfinden es als störend, blockierend und negativ. Verena Kast, die bekannte Psychotherapeutin und Dozentin, erzählt in ihrem Buch vom „Sinn“ der Angst. Das erscheint zunächst widersinnig, aber die Autorin geht dieser Emotion und ihrer Bedeutung für unser Leben mit so viel Behutsamkeit auf den Grund, wie man das aus ihren anderen Büchern kennt.
Unsere Erfahrung lehrt uns meistens schon als Kind: Der Stärkere hat recht, also die Eltern, grossen Geschwister, Lehrer. Aber auch umgekehrt gilt: Wir beeinflussen andere Menschen, um unseren Willen durchzusetzen oder bemerken oft erst nach einem Gespräch, dass wir nachgegeben haben, obwohl wir eigentlich anderer Meinung sind. Die Formen der Beeinflussung sind zahlreich, reichen vom Ratschlag oder Lob über Kritik und Drohung bis zur Strafe.
„Ganzheitliche Heilkunde statt seelenloser Medizin“, lautet der Untertitel des Buches. Und Rolf Verres weiss, wovon er in seinem Buch erzählt. In seiner Arbeit als Therapeut und ärztlicher Direktor eines Instituts für medizinische Psychologie spielen die Missverständnisse zwischen Ärzten und Patienten eine grosse Rolle. Immer wieder werden die individuellen Bedürfnisse von Patienten im Praxis- oder Krankenhausbetrieb nicht gesehen oder wichtig genommen. Niemand will als „die Gallensteine in Zimmer 14“ bezeichnet und behandelt werden, sondern als Ganzes. Körper und Seele bilden eine Einheit und können nicht getrennt voneinander gesehen und behandelt werden. Immer leidet die Seele mit, wenn der Körper erkrankt. Umgekehrt gilt aber auch, dass eine starke und gesunde Psyche unseren Körper beim Gesundwerden unterstützen kann. Jeder Arzt kann davon berichten: wenn ein Patient negativ oder schwermütig mit einer Krankheit umgeht oder sie kaum akzeptieren kann, hat er einen langen Weg bis zur Gesundheit vor sich.
Es ist nicht zu übersehen: die Gewalt nimmt zu. Besonders Kinder als Täter und Opfer machen uns sehr betroffen. Als uns vor Jahren die Nachricht aus den USA über das Massaker an der Columbine Highschool schockierte, konnten wir uns noch einreden: Hier wäre das nicht passiert. Diese Zeit ist vorbei. Seit dem Ereignis an einer Erfurter Schule und vielen anderen gewalttätigen Auseinandersetzungen haben wir begriffen, dass es uns betrifft, weil es überall geschehen kann. Die aktuellen Meldungen über die Gewalteskalation an einer Schule in Berlin bestätigen es: Viele Schulleiter und Lehrer fühlen sich nicht mehr in der Lage, ihre Schüler und sich selbst vor den aggressiven Übergriffen einzelner oder ganzer Gruppen zu schützen. Die Hilflosigkeit vieler Eltern und Pädagogen macht uns betroffen. Wir müssen etwas tun, um Tätern und Opfern zu helfen.
Die Chinesen wissen es schon lange: die Medizin hat eigentlich die Aufgabe, uns gesund zu erhalten. Im alten China wurden Ärzte dafür bezahlt, dass ihre Kunden gar nicht erst erkrankten. Es hat lange gedauert, bis diese Einstellung auch den westlichen Teil der Welt erreichte.
Der Entscheid des Vorstehers des Eidgenössischen Departements des Innern, fünf alternative Heilverfahren, darunter auch Homöopathie, Phytotherapie und chinesische Medizin, per 01.07.2005 wieder aus dem Grundleistungskatalog der Krankenkassen zu streichen, hat zu grosser Verunsicherung bei vielen Patientinnen und Patienten geführt. Was hat sich geändert? Was muss man als Interessent an naturheilkundlichen Methoden bei seiner Krankenkasse abklären?
Wie oft haben wir diese Situation schon erlebt: auf unserem Schreibtisch stapeln sich die Akten und der Chef kommt am späten Nachmittag mit einer dringenden Arbeit vorbei. Obwohl wir wissen, dass wir damit die Verabredung ins Kino vergessen können, reagieren wir mit einem freundlichen Ja auf die Frage, ob wir das noch erledigen könnten.
Mein Hausarzt hat mir erzählt, dass er eine „Balint-Gruppe“ besuche. Das sei eine ärztliche Fortbildung über Psychosomatik, ergänzte er. Weil ich davon bislang noch nie gehört hatte, forschte ich weiter nach. So formte sich aus einem Begriff ein Name und schließlich die Geschichte eines Lebens heraus.