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Archiv der Kategorie 'Naturheilmittel'

Kresse - die gezähmte Wilde

Christa Becker | Donnerstag, den 1. März 2007

KresseAus ihrer Heimat im Südwesten Asiens und Norden Afrikas gelangte sie nach Europa, die ältesten Nachweise für die Verwendung der Kräuter stammen aus den Pharaonengräbern Ägyptens. Die drei bekanntesten Arten Winterkresse, Gartenkresse (häufig einfach Kresse genannt) und Brunnenkresse haben etwas gemeinsam: sie gehören alle zur Familie der Kreuzblütler.

Die wenig verbreitete Winterkresse wird zwei- oder mehrjährig kultiviert und wächst zu einer Staude mit zarten gelben Blüten heran, die bis zu 80 cm hoch werden kann. Nur die jungen Blätter können in der Küche verwendet werden, die grossen schmecken unangenehm scharf oder sogar bitter.

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Johanniskraut - vom Hexenkraut zum Bestseller

Christa Becker | Donnerstag, den 25. Januar 2007

JohanniskrautHypericum perforatum, das getüpfelte Johanniskraut, ist eine der seit 2000 Jahren bekannten und damit ältesten Heilpflanzen. Der griechische Arzt Dioskurides berichtete schon im Jahr 77 n. Chr. über das Johanniskraut. Im Mittelalter kam es bei Paracelsus „gegen melancholische Gedanken“ zur Anwendung. Im 19. Jahrhundert, als in der Medizin nur Gewicht hatte, was sich naturwissenschaftlich belegen liess, sagte Sebastian Kneipp über das Heilkraut: „Das Johanniskraut ist von nicht geringer Wichtigkeit und wirkt im Inneren des Körpers, wie nach aussen.“ Fast überall in Europa wächst es auf trockenen, mageren Standorten und in lichten Wäldern. Zur Sommersonnwende am 21. Juni steht es in voller Blüte und sollte nach der Überlieferung Schutz vor Hexen und bösen Geistern schenken, daher auch die Bezeichnung als Hexenkraut. Während der Christianisierung wurde es nach dem heiligen Johannes, dessen Namenstag am 24. Juni gefeiert wird, umbenannt.

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Die Zwiebel - mehr als ein Gewürz

Christa Becker | Dienstag, den 14. November 2006

ZwiebelDass viele Gerichte erst durch die Zwiebel ihre Würze bekommen, ist jedem bekannt. Dass die Knolle aus der Familie der Liliengewächse aber auch eine lange Tradition in der Heilkunst hat, ist dagegen schon fast in Vergessenheit geraten. Bereits in den Schriften der Bibel und in Aufzeichnungen über den Bau der Pyramiden im alten Ägypten findet sie Erwähnung. Im Mittelalter, als Mönche für die Behandlung von Krankheiten zuständig waren, spielte die Zwiebel neben den zahlreichen Heilpflanzen eine grosse Rolle. Zahlreiche noch erhaltene Rezepte belegen es: Ob Haarausfall oder Schnupfen, immer wurde aus Allium cepa, so der korrekte botanische Name für die Zwiebel, ein passendes Heilmittel hergestellt.

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Pfefferminze - die Sommerfrische

Christa Becker | Montag, den 21. August 2006

PfefferminzeFrisch und grün sieht sie aus und so schmeckt sie auch, die Menthae piperitae aus der Familie der Lippenblütler. In England entstand vor etwa 150 Jahren aus grüner Minze und Wasserminze diese berühmte Kreuzung, die heute vor allem in Zahnpasta und Kaugummi als „Spearmint“ Verwendung findet. Und die Engländer schätzen auch heute noch eine Sauce mit Pfefferminze zum Lammbraten, was sich im restlichen Europa nicht durchsetzen konnte. Die zahlreichen alten Minzesorten gibt es zum Teil schon seit Jahrtausenden, rund um das Mittelmeer wuchsen sie ursprünglich und sind heute in ganz Europa und Nordamerika heimisch, weil inzwischen winterharte Züchtungen angeboten werden.

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Schwarzer Holunder - echte Heilkraft, keine Magie

Christa Becker | Donnerstag, den 1. Juni 2006

HolunderVon Mai bis Juli kann Sambuca nigra auch von botanisch Unkundigen leicht entdeckt werden: dann bedecken üppige Dolden aus feinen weissen Blüten den robusten Strauch. Der Duft ist intensiv und herb. Gerne wächst der Holunder an einem windgeschützten Platz in der Nähe eines Gebäudes oder am Waldrand. Grosse Ansprüche an seine Umwelt stellt er nicht. Wo er ungestört wachsen kann, erreicht er leicht eine Höhe von 5-7 Metern. In Europa ist er weit verbreitet, aber auch in Vorderasien und Afrika zu finden. Den Kelten galt er als heiliger Baum, für die Germanen war er der Baum der Göttin Holder, auch Holla genannt, die uns im Märchen von Frau Holle wieder begegnet. Menschen, Pflanzen und Tiere standen unter dem Schutz dieser Göttin. Sie wurde als weise Frau und Heilerin bei Krankheiten verehrt. Auch eine Wirkung gegen Zauber und böse Geister wurde dem Strauch zugeschrieben, vor Blitzen sollte er ebenfalls wirksam schützen. Aus diesen Gründen war es lange Jahre verboten, einen Holunderstrauch zu fällen.

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Senf - doppelt gut

Christa Becker | Freitag, den 26. Mai 2006

senfDer Senf gehört zu den seit Jahrtausenden bekannten Pflanzen, die unserem Leben Würze geben. Die Chinesen kultivieren den Senf schon seit 3000 Jahren, die Pharaonen im alten Ägypten kannten ihn, der griechische Arzt Dioskures beschrieb vor fast 2000 Jahren seine Heilkraft, die alten Römer schätzten ihn vor allem als Gewürz. Senf ist fast überall auf der Welt zuhause, wächst am besten in gemässigten Klimazonen und wird heute hauptsächlich in Europa, den baltischen Staaten, Kanada und den USA angebaut. Die einjährige Pflanze gehört wie der Raps zu den Kreuzblütlern und steht in den Monaten Juni und Juli in voller Blüte. Aus den hellgelben Blüten entwickeln sich Schoten, welche die Senfkörner enthalten. Diese entfalten erst ihren scharfen Geschmack, wenn sie mit Wasser in Verbindung gebracht werden.

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Schlüsselblume - sanftes Gelb, starke Wirkung

Christa Becker | Donnerstag, den 20. April 2006

schlüsselblumeSie ist ein Symbol des Frühlings, die Schlüsselblume aus der Familie der Primelgewächse. Der Botaniker unterscheidet die Wiesen-Schlüsselblume von der Wald-Schlüsselblume. Von März bis Mai entwickelt sie ihren ganzen Charme: an langen Stängeln erscheinen die zartgelben, duftenden Blüten. Die Blättern breiten sich rosettenförmig flach am Boden aus. Von der Anordnung der Blütenbüschel auf den hohen Stängeln hat die Pflanze auch ihren Namen; das Aussehen erinnert an einen Schlüsselbund. Grosse Wiesen, die mit Schlüsselblumen übersät sind, sucht man heute meistens vergeblich. Die früher weitverbreitete Blume ist heute so selten, dass sie seit Jahren zu den geschützten Pflanzen gehört. Mehr als ein Sträusschen darf somit nicht gepflückt werden, das Ausgraben von Wurzeln ist ganz untersagt. Gelegentlich findet man sie noch auf etwas abgelegenen Wiesen oder im lichten Schatten von Wäldern. Auf lockeren, feuchten Böden vermehrt sie sich gut, wenn sie sich ungehindert entwickelt darf.

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Majoran - gut für den Magen

Christa Becker | Freitag, den 10. März 2006

majoranMajoran, botanisch Origanum majorana, gehört in dieselbe Pflanzenfamilie wie der Oregano, nämlich zu den sogenannten Lippenblütlern. Vielleicht deshalb werden die beiden häufig miteinander verwechselt, obwohl der Majoran über ein deutlich feineres Aroma verfügt. Während Oregano als typisches Pizzagewürz gerne den Solisten spielt, wird Majoran häufig mit anderen Kräutern wie Thymian oder Koriander kombiniert und ergänzt diese gut. Zum Gebrauch in der Küche werden alle Teile der Pflanze wie Blätter, Stängel und Blüten des Majorans verwendet. Getrocknet oder frisch ist das Würzkraut überall zu haben.

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Kümmel - der Gewürzklassiker

Christa Becker | Donnerstag, den 9. Februar 2006

kuemmelAusgrabungen aus der Jungsteinzeit belegen es: der Kümmel ist eines der ältesten in Europa verbreiteten Heil- und Gewürzkräuter. Er gehört damit nicht zu den exotischen Gewürzen, die ihren Weg aus Amerika, Asien oder Afrika erst vor einigen Jahrhunderten zu uns fanden. Sein Anbau war aber nicht nur auf Europa beschränkt. Schon die alten Ägypter gaben ihren Verstorbenen alle für sie unentbehrlichen Dinge mit in das Grab, um sie für die Reise ins Reich der Toten auszustatten, die Früchte des Kümmels gehörten auch dazu.

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Alfred Vogel - der kleine Doktor

Christa Becker | Mittwoch, den 25. Januar 2006

alfredvogelIn seiner Heimat, der Schweiz, ist er sehr bekannt und zählt zu den Pionieren der Naturheilkunde. 1902 wurde er in Aesch bei Basel geboren und in der Stadt Basel führte er ein eigenes Reformhaus und publizierte eine Monatszeitschrift. Nach einigen Jahren war ihm das nicht mehr genug. In Teufen baute er sein Lebenswerk auf. In seiner Naturarztpraxis behandelte er nicht nur seine Patienten, sondern stellte auch eigene Präparate her. Damals war es noch üblich, Kräutern erst zu trocknen und dann zu verarbeiten. Alfred Vogel ging einen anderen Weg: er entdeckte und entwickelte seine Medikamente aus Frischpflanzen, damals etwas ganz Neues.

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