Nach einigen verlorenen Spielen munkelte man, Roger Federer habe wohl seinen sportlichen Zenit überschritten. Aber die Nummer 1 der Weltrangliste im Tennis hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet und gab bekannt: Er litt am Pfeiffer’schen Drüsenfieber. So wie es aussieht, hat Federer die Erkrankung relativ rasch überwunden, nach wenigen Wochen stand er schon wieder auf dem Tennisplatz – und siegte. Seine Fans aus aller Welt werden sich mit ihm darüber freuen.
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Poliomyelitis wird die Krankheit weltweit genannt, denn die Bezeichnung „Kinderlähmung“ ist irreführend. In keinem Lebensalter ist man sicher vor einer Infektion mit dem Polio-Virus. Vor ein paar Jahren war die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch optimistisch: 2005 sollte die Kinderlähmung weltweit ausgerottet sein. Heute stellt sie fest, dass die Zahl der an dem gefährlichen Virus Erkrankten wieder deutlich zunimmt. Die Poliomyelitis ist in Indien, Pakistan, Indonesien und Afganistan wieder weit verbreitet, auch aus dem Jemen, Somalia, Äthiopien, Angola, Niger und Nigeria werden viele neue Erkrankungen gemeldet. Wie bei jeder Virus-Epidemie erfolgt die Ausbreitung sehr rasch, da sich die Viren im Darm des Erkrankten vermehren, durch den Kot wieder ausgeschieden und begünstigt durch schlechte hygienische Verhältnisse über Trinkwasser, Nahrungsmittel oder Schwimmbäder grosse Teile der Bevölkerung infiziert werden.
Immer noch ist diese Krankheit weitgehend unbekannt, obwohl nach neuesten Schätzungen etwa 6% der Bevölkerung am Schlafapnoesyndrom mit seinen wiederholten, zeitweiligen Atempausen leidet. Die überwiegende Mehrzahl der Patienten ist männlich, gelegentlich betrifft sie aber auch Frauen und Kinder. Wer übergewichtig ist oder an Diabetes leidet, zuviel raucht oder Alkohol trinkt, gilt als besonders gefährdet. Erste Anzeichen für die Erkrankung sind lautes Schnarchen, unruhiger, nicht erholsamer Schlaf trotz eigentlich ausreichender Schlafdauer, extreme Müdigkeit nach dem Erwachen und auch tagsüber, Konzentrations- oder Gedächtnisstörungen, Depressionen sowie vor allem morgendliche Kopfschmerzen. Bei Männer kommt häufig Impotenz hinzu. Wer mehrere dieser Anzeichen bei sich beobachtet, oder sogar häufig tagsüber ungewollt einschläft, sollte sich unbedingt untersuchen lassen. Der gefürchtete Sekundenschlaf beim Autofahren ist nur eine Gefahr, die ihm droht.
Als wärmendes Fell hat das Körper- und Kopfhaar schon lange ausgedient. Biologisch ist es damit fast überflüssig geworden. Aber bei Frauen gilt langes, schönes Haar auch heute noch als Symbol für Weiblichkeit und Erotik, daran hat sich seit der Loreley nichts geändert. Frisur, Farbe und Form der Haare sind wichtig für eine erste Einschätzung von uns noch unbekannten Personen und dienen damit der sozialen Positionierung. Und weil für uns dichtes, gepflegtes Haar so wichtig ist, verdienten ganze Industriezweige damit 30 Milliarden Euro jährlich.
Die Betroffenen werden von der Diagnose Osteoporose meistens völlig überrascht, denn anfangs gibt es keine Warnsignale wie Schmerzen oder andere Beschwerden. In den meisten Fällen wird die Erkrankung erst dann bemerkt, wenn es durch einen leichten Sturz zu einer schweren Fraktur, meist am Oberschenkelknochen oder einem der Rückenwirbel gekommen ist. Bei manchen Patienten treten auch ohne die Einwirkung eines Sturzes heftige Rückenschmerzen auf und im Röntgenbild zeigt sich dann eine Wirbelfraktur. Und der sogenannten „Witwenbuckel“ mit seiner starken Verkrümmung der oberen Wirbelsäule und dem vornübergeneigten Stand- und Gangbild ist ebenfalls eine Spätfolge der Osteoporose. „Knochenschwund“ wird sie auch genannt.
Statistiken belegen es: allein in Deutschland leiden über 3 Millionen Erwachsene am Tinnitus, einem ständigen Brumm- oder Pfeifton im Ohr. Was zunächst harmlos klingt, weil ja nichts weh tut, kann schnell zu einer grossen Belastung werden, weil das Dauergeräusch Tag und Nacht anhält und bei vielen Erkrankten auch nach Wochen oder gar Monaten nicht verschwinden will. Oft berichten die Betroffenen über grossen oder länger anhaltenden Lärm, dem sie ungeschützt ausgeliefert waren, bei vielen ging auch ein Hörsturz voraus, also eine drastische und plötzlich auftretende Verminderung des Hörvermögens bis zur Taubheit auf einem Ohr. Beides kann zu Schäden im Innenohr führen und irgendwann einmal das lästige Geräusch auslösen. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten, eine schon bestehende Schwerhörigkeit oder ein Tumorleiden zählen zu den Ursachen. Inzwischen sind sich die Mediziner auch einig, dass Stress ebenfalls einen Tinnitus auslösen kann.
Die Betroffenen behalten es lieber für sich: Darmerkrankungen wie der Reizdarm, vom Mediziner Colon irritabile genannt, sind im Gespräch tabu. Deshalb ist auch nur Wenigen bekannt, wie weit diese Verdauungsstörung verbreitet ist. Die meisten Betroffenen hoffen darauf, dass die Beschwerden sich wieder von alleine zurückbilden. Erst wenn die quälenden Symptome über mehrere Monate oder gar Jahre anhalten, wird Hilfe gesucht. Denn unangenehm ist er schon, der Reizdarm. Anfangs treten Bauchschmerzen auf, dann kommt Verstopfung im Wechsel mit Durchfällen dazu. Starke Blähungen, Schleimabgang mit dem Stuhl, Übelkeit und Erbrechen, zudem ständiges Völlegefühl machen den Betroffenen das Leben schwer.
Immer wieder kann man es hören oder lesen, dass jemand einen „kleinen Schlaganfall“ erlitten habe. Dieser Begriff ist so verharmlosend wie irreführend, sagen die Mediziner. Für sie ist jeder Schlaganfall ein lebensbedrohlicher Notfall! Immer noch gehört er zu den Erkrankungen, die am häufigsten zu schweren, bleibenden Behinderungen oder gar zum Tode führen. Allein in Deutschland erleiden etwa 500 000 Menschen einen Schlaganfall. Und betroffen sind zwar überwiegend ältere Menschen, aber auch 20-jährige Patienten sind keine Ausnahme mehr.
Das ist doch nur ein kosmetisches Problem, denken viele beim ersten Auftreten feiner blauer Äderchen oder kleiner Verdickungen am Unterschenkel. Die Phlebologen, Fachärzte für Gefässe und deren Erkrankungen, sind da völlig anderer Meinung: Krampfadern und Besenreiser werden im Anfangsstadium meistens unterschätzt. Viele Patienten begeben sich erst dann in Behandlung, wenn die Veränderungen zu Schmerzen oder geschwollenen Beinen geführt haben. Oft ist dann eine sanfte Behandlung schon nicht mehr möglich.
Der Sommer bringt Badewetter. Wir freuen uns darauf, bei großer Hitze Abkühlung im kühlen See oder Fluss, im Freibad oder Meer zu finden. Leider ist diese Freude bei vielen nicht ungetrübt: sie haben schon einmal oder öfter eine Zystitis, also Entzündung der Harnblase gehabt und fürchten die nächste.