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Archiv der Kategorie 'Biographien'

Elisabeth Kübler-Ross: In Würde sterben

Christa Becker | Dienstag, den 26. Juli 2005

Elisabeth Kübler-Ross2004 ist sie gestorben, die bekannte Schweizer Ärztin Kübler-Ross. Ihr Leben lang hat sie sich mit dem Sterben und dem Tod auseinandergesetzt. Tabus und scharfe Kritik hielten sie nicht davon ab, viele Unwahrheiten zu berichtigen.

Wenn wir heute allmählich damit beginnen, uns über ein Sterben in Würde Gedanken zu machen, ist das auch ihr Verdienst. Noch immer neigen wir dazu, den Tod als nicht zum Leben gehörend zu betrachten, vielfach wird er einfach verdrängt. Im Krankenhaus und im Altenheim soll gestorben werden, aber nicht zuhause und nicht in unserer Nähe. Aber wäre das der Tod, den wir uns selbst wünschen? Sicher nicht!

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Michael Balint - der Mann hinter der Bezeichnung Balint-Gruppe

Christa Becker | Dienstag, den 21. Juni 2005

Michael BalintMein Hausarzt hat mir erzählt, dass er eine „Balint-Gruppe“ besuche. Das sei eine ärztliche Fortbildung über Psychosomatik, ergänzte er. Weil ich davon bislang noch nie gehört hatte, forschte ich weiter nach. So formte sich aus einem Begriff ein Name und schließlich die Geschichte eines Lebens heraus.

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts machte die Medizin ungeheure Fortschritte: Robert Koch entdeckte die Erreger der Tuberkulose, Sigmund Freud entwickelte seine Psychoanalyse. Weniger bekannt dagegen ist der Arzt Michael Balint, sein Beitrag für die Medizin deshalb aber nicht weniger wichtig.

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Viktor E. Frankl - mehr als ein Arzt und Therapeut

Christa Becker | Donnerstag, den 19. Mai 2005

Viktor E. FranklAm 26. März 2005 wäre er 100 Jahre alt geworden, der Arzt, Autor und Psychotherapeut Viktor Emil Frankl. In Fachkreisen ist er weltweit anerkannt durch die Entwicklung einer neuen Form der Psychotherapie und sein bekanntestes Buch „...trotzdem Ja zum Leben sagen“ wurde in 32 Sprachen übersetzt. Das klingt nach einer sehr geradlinigen Karriere. Das Leben von Frankl sah anders aus.

In Wien wurde Viktor Emil Frankl am 26.03.1905 geboren und dort hat sich am 02.09.1997 sein Lebenskreis auch geschlossen. Schon im Alter von 15 Jahren zeigte sich sein Interesse an der Psychologie: er unterhielt einen Briefwechsel mit Sigmund Freud. Nach dem Studium der Medizin und Psychiatrie arbeitete er von 1933 bis 1942 an verschiedenen Spitälern und in der eigenen Praxis in Wien. Auf Freuds Anregung hin erschienen schon früh Publikationen von Frankl in Fachzeitschriften.

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Maximilian Bircher-Benner - von Mäusen und Müesli

Christa Becker | Montag, den 9. Mai 2005

Maximilian Bircher-Benner Die Deutschen und die Österreicher sorgen in der Schweiz für Heiterkeit: Hier kann niemand verstehen, wenn von einem „Müsli“ gesprochen wird und die bekannte Rohkostspeise gemeint ist. Für die Schweizer ist ein „Müsli“ eine kleine Maus und der Zürcher Arzt Bircher-Benner, heute einer der weltweit bekanntesten Schweizer, hat das gesunde „Müesli“ erfunden, so einfach ist das.

Die erste große Wellness-Bewegung liegt nämlich schon gut 100 Jahre zurück. Heute ist davon nicht mehr viel die Rede, obwohl manches Gute daraus hervorging und vieles wieder zu Unrecht in Vergessenheit geriet. Der Schweizer Arzt Maximilian Bircher-Benner (1867-1939) gehörte wie der Amerikaner Kellogg (siehe Artikel T.C. Boyle), dem Erfinder der gleichnamigen Cornflakes, zu den Vorreitern dieser Gesundheitsbewegung.

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Dietrich Grönemeyer: Arzt sein - „Mensch bleiben“

Christa Becker | Freitag, den 22. April 2005

Dietrich GrönemeyerDietrich Grönemeyer ist sehr präsent: Im Fernsehen, im Radio und wegen der zahlreichen Bücher, die er inzwischen geschrieben hat. Und er hat eine Vision, die er überzeugend vertritt.

In seinem neuesten Buch „Mensch bleiben“ erreicht er mit seiner These von der liebevollen Medizin viele Menschen, die zunehmend Zweifel an unserem aktuellen Gesundheitssystem haben.

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„Wer es könnte“ - die zarte Poesie von Hilde Domin

Christa Becker | Donnerstag, den 14. April 2005

Hilde Domin„Nur eine Rose als Stütze…“ ist der Titel eines ihrer ersten Gedichte. Und so zauberhaft geht es in ihren Büchern weiter. Hilde Domins Umgang mit der Sprache ist virtuos und unverkennbar im Stil. Es ist ihr Geheimnis, warum sie trotz eines bewegten und sehr schweren Lebens nie die Leichtigkeit im Formulieren verloren hat.

Ihre Biographie liest sich spannend: 1909 wurde sie als Hilde Palm in Köln geboren und wuchs in einer jüdischen, weltoffenen Familie auf. Zu Beginn der Naziherrschaft flüchtete sie zunächst nach Italien, wo sie Jura, Philosophie und politische Wissenschaft studierte und mit der Promotion abschloß.

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Samuel Hahnemann - Der Beginn der Homöopathie

Christa Becker | Mittwoch, den 30. März 2005

Samuel HahnemannZum 250. Jahrestag der Geburt von Samuel Hahnemann.

Samuel Hahnemann, den kenne ich, höre ich Sie sagen. Aber wie revolutionär sein neues Denken auf seine Zeitgenossen gewirkt haben muss, ist mir erst nach meinen Recherchen klar geworden. Und seine Überzeugung birgt immer noch genug Zündstoff!

Die Homöopathie ist uns ein vertrauter Begriff, viele Patienten vertrauen auf diese sanfte und nebenwirkungsfreie Therapieform, die sich längst etabliert hat trotz des Widerstands der Schulmedizin.

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T. C. Boyle - der Exot unter den Autoren

Christa Becker | Montag, den 14. März 2005

T. C. BoyleEin Paradiesvogel, das ist der Schriftsteller T. C. Boyle. Zumindest kultiviert er bei Auftritten im Fernsehen oder auf Lesereisen gerne das Image eines extrovertierten Sonderlings. Dies war sicher auch der Grund, warum er seine Vornamen Thomas John in Tom Coraghessan abänderte.

Privat ist der 56-jährige amerikanische Autor eher ruhig und gelassen. Seit 30 Jahren ist er mit seiner Frau verheiratet und hat mit ihr 3 Kinder. Die Familie lebt im kalifornischen Santa Barbara. Sein beruflicher Werdegang begann mit Schwierigkeiten: als Schüler hatte er viele Probleme, was sicher nicht an seiner Intelligenz, sondern eher an einer Unterforderung lag, da er später seinen Doktortitel mit summa cum laude erwarb.

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Kneipp und das Gießkannenprinzip

Christa Becker | Freitag, den 4. März 2005

Sebastian KneippKneipp, das ist doch der Mann mit der Wasserkur, sagt fast jeder, wenn sein Name genannt wird. Wer war Sebastian Kneipp und was hat ein Pfarrer mit Krankheit und Heilen zu tun?

Kneipp wurde 1821 in Stephansried geboren und wuchs in sehr armen Verhältnissen auf. Gegen den Willen des Vaters und mit der Unterstützung eines wohlhabenden Verwandten besuchte er das Gymnasium und durchlief anschließend die Ausbildung zum Theologen. Schon früh sah sich Kneipp mit Armut und vielen Erkrankungen konfrontiert, beobachtete sich und seine Umwelt sehr genau. Tuberkulose und Cholera waren damals weit verbreitete Erkrankungen. Eine wirkungsvolle Therapie war nicht bekannt, für die meisten Erkrankten bedeutete die Diagnose gleichzeitig das Todesurteil.

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