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Archiv der Kategorie 'Biographien'

Hippokrates - Arzt und Ethik

Christa Becker | Freitag, den 8. August 2008

HippokratesViele seiner Vorfahren waren Ärzte, auch sein Vater war ein bekannter Mediziner, und sein erster Lehrmeister. Hippokrates war allerdings der berühmteste aus dieser Familiendynastie, noch heute, immerhin über 2000 Jahre später, ist sein Name uns vertraut. Der griechische Mediziner lebte 460 bis 370 vor Christus, überwiegend auf der Insel Kos. In Kos-Stadt steht noch heute eine Platane, unter der Hippokrates seine Schüler unterrichtet haben soll. Wie viele Ärzte seiner Zeitepoche war er nach der Ausbildung viele Jahre unterwegs, reiste durch Griechenland und Kleinasien, um zunächst sein Wissen zu erweitern und seine ärztliche Kunst zu erproben, später um seine Kenntnisse an Schüler weiterzugeben.

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Pestalozzi - einer der ersten Pädagogen

Christa Becker | Freitag, den 16. Mai 2008

PestalozziJohann Heinrich Pestalozzi erlebte, was wir heute salopp „eine schwere Kindheit“ nennen: Als er 5 Jahre alt war, starb sein Vater und liess die Mutter und 2 Geschwister in armen Verhältnissen zurück. Ob Pestalozzi trotzdem oder gerade deswegen ein Mensch geworden ist, dem Erziehung und Bildung besonders wichtig waren, wissen wir nicht. Am 12.01.1746 in Zürich geboren, verbrachte er die Kindheits- und Jugendjahre in der Stadt an der Limmat. Als echtes Kind seiner Zeit begeisterten sich er und seine Mitschüler für die Idee der Aufklärung, deren Ziel eine Reform der politischen und sozialen Verhältnisse war. Sein Held war Jean-Jacques Rousseau. Da diese Ideen auch in der Schweiz damals nicht gefragt waren, musste Pestalozzi seine Hochschulausbildung vorzeitig beenden.

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Wilhelm Conrad Röntgen - erste Blicke in den Körper

Christa Becker | Montag, den 5. November 2007

RöntgenWilhelm Conrad Röntgen wurde 27.03.1845 in Lennep, heute ein Stadtteil von Remscheid, in Deutschland geboren. Seine Kindheits- und Schuljahre verbrachte das einzige Kind eines Tuchhändlers mit seiner Familie in Utrecht in den Niederlanden. Da er wegen eines Streichs, den er gar nicht selbst begangen hatte, von der Schule verwiesen wurde, konnte er trotz guter Leistungen keine Abiturprüfung ablegen. Damit war ihm der Weg zum Studium in den Niederlanden verwehrt. An der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich wurde er schliesslich fündig: Diese Universität offerierte einen Zugang zum Studium auch ohne Abitur, wenn man sich einer strengen Prüfung stellte. Nachdem Röntgen seine hervorragenden Zensuren in der holländischen Schule nachweisen konnte, wurde ihm diese Prüfung erlassen und er zum Maschinenbaustudium zugelassen. Nach dessen Abschluss im Jahr 1868 folgte ein Studium der Physik. Die Stadt Zürich war ihm offenbar freundlich gesinnt. Während des Studiums lernte er die Tochter eines Gastwirtes kennen, die er 1872 zur Frau nahm. Dieser Heirat folgte eine 50jährige glückliche, wenn auch kinderlose Ehe.

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Emil Theodor Kocher – Chirurg und Forscher

Christa Becker | Donnerstag, den 7. Juni 2007

Emil Theodor KocherDie Deutschen haben Robert Koch (siehe auch Artikel Robert Koch und seine Revolution der Medizin), die Schweizer ihren Emil Theodor Kocher. Beide waren berühmte Ärzte, deren Arbeit für die Medizin bahnbrechend war. Und beide erhielten als Ehrung den Nobelpreis. Aber bis dahin war es ein langer Weg.

Geboren wurde Kocher 1841 als Sohn eines Ingenieurs in Bern und auch das Studium absolvierte er in seiner Heimatstadt. Studienaufenthalte in vielen europäischen Städten wie Zürich, Berlin, London und Paris brachten ihn in Kontakt mit den berühmtesten Medizinern seiner Zeit: In Zürich war Theodor Billroth sein Lehrer, in Berlin der ebenfalls berühmte Pathologe Rudolf Virchow. Nach seiner Rückkehr in die Heimatstadt Bern promovierte er an der Chirurgischen Universitätsklinik von Bern, dem Inselspital. 1872 wurde er im Alter von 31 Jahren zum Professor und Direktor der Chirurgischen Klinik ernannt.

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Henry Dunant - aus einer Vision wird Wirklichkeit

Christa Becker | Dienstag, den 31. Oktober 2006

henrydunant„Inmitten der Waffen Menschlichkeit – Durch Menschlichkeit zum Frieden“, das war die Idee, die Henry Dunant verfolgte. Wie er dazu kam, ist eine spannende Geschichte. Im friedlichen Genf wurde er am 08.05.1828 als Sohn einer bürgerlichen Familie geboren. Schon früh entwickelte er einen weiten Horizont und arbeitete in einer Organisation, die der Landwirtschaft in Algerien, das von Frankreich besetzt worden war, auf die Sprünge helfen sollte. Eine Auseinandersetzung mit der dortigen Verwaltung brachte ihn zu dem Entschluss, sich mit einem Empfehlungsschreiben direkt an den französischen Kaiser Napoleon III. zu wenden, der im Juni 1859 in Norditalien Krieg gegen die Österreicher führte.

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Frédérick Leboyer - sanfte Revolution für Mutter und Kind

Christa Becker | Montag, den 17. Juli 2006

LeboyerSchwangerschaft und Geburt – das war früher ausschliesslich ein Thema der Frauen. Hilfe und Unterstützung bekamen sie von ebenfalls weiblichen Geburtshelfern. Als die Entdeckungen der Wissenschaftler im 19. Jahrhundert die Medizin auf den Kopf stellten, übernahm der Arzt die wichtigste Rolle, die Hebammen verloren an Wert und Einfluss. Die Narkose machte auch komplizierte chirurgische Eingriffe wie einen Kaiserschnitt möglich, Bakterien wurden als Krankheitserreger identifiziert und damit auch die Ursache der hohen Sterblichkeit von Müttern kurz nach der Entbindung gefunden. Eigentlich ein grosses Glück für alle Mütter und Kinder, sollte man meinen. Die Schattenseite dieser Entwicklung wurde lange übersehen.

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Maria Montessori - eine Frau bewegt die Pädagogik

Christa Becker | Freitag, den 31. März 2006

mariamontessoriSie muss eine ungewöhnliche Frau gewesen sein: Maria Montessori. Am 31.08.1870 wurde sie in Chiaravalle bei Ancona/ Italien geboren. Schon ihre Berufswahl hat Ende des 19. Jahrhunderts sicherlich für viel Aufsehen gesorgt: sie wurde nach Abschluss ihres Medizinstudiums 1896 die erste Ärztin Italiens. Von Anfang an lagen ihr die Entwicklung und Erziehung von Kindern besonders am Herzen.

Nach den ersten Berufsjahren in einer Praxis übernahm sie 1900 die Leitung eines Instituts, das Lehrer für behinderte Kindern ausbildete. Hier entwickelte sie aus eigener Beobachtung und Erfahrung mit Kindern ihre Methode, die mit der damaligen Kindererziehung nicht mehr viel gemeinsam hatte. Sie intensivierte ihre eigene Ausbildung mit den Studiengängen Pädagogik, Anthropologie und Psychologie. Danach widmete sie sich ganz der Erziehung und eröffnete in Roms Arbeiterviertel San Lorenzo 1907 die „Casa dei Bambini“, ein Haus zur Betreuung von verwahrlosten Kindern.

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Alfred Vogel - der kleine Doktor

Christa Becker | Mittwoch, den 25. Januar 2006

alfredvogelIn seiner Heimat, der Schweiz, ist er sehr bekannt und zählt zu den Pionieren der Naturheilkunde. 1902 wurde er in Aesch bei Basel geboren und in der Stadt Basel führte er ein eigenes Reformhaus und publizierte eine Monatszeitschrift. Nach einigen Jahren war ihm das nicht mehr genug. In Teufen baute er sein Lebenswerk auf. In seiner Naturarztpraxis behandelte er nicht nur seine Patienten, sondern stellte auch eigene Präparate her. Damals war es noch üblich, Kräutern erst zu trocknen und dann zu verarbeiten. Alfred Vogel ging einen anderen Weg: er entdeckte und entwickelte seine Medikamente aus Frischpflanzen, damals etwas ganz Neues.

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Hildegard von Bingen - Medizin aus dem Kloster

Christa Becker | Mittwoch, den 21. Dezember 2005

hildegardNur wenige Menschen aus dem Mittelalter sind uns heute noch namentlich bekannt, Hildegard von Bingen gehört dazu. Schon zu Lebzeiten erlangte die später heiliggesprochene Hildegard aus der Gegend um Bingen am Rhein grosse Berühmtheit. Als zehntes Kind einer adeligen Familie 1098 in Rheinhessen geboren, wurde sie mit 8 Jahren zur Erziehung in das Kloster auf dem Disibodenberg gegeben, wie es damals üblich war. Mit 16 Jahren trat Hildegard in den Benediktinerorden ein. Nach dem Tod der Leiterin übernahm Hildegard dieses Amt. Einige Jahre später verliess sie das Kloster, um ihr erstes eigenes Kloster zu gründen, das Haus auf dem Rupertsberg. Dort hat sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1179 gelebt und gearbeitet. Eine zweite Klostergründung folgte später in Eibingen bei Rüdesheim, dieses Haus betreute sie vom Rupertsberg aus mit häufigen Besuchen.

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Robert Koch und seine Revolution der Medizin

Christa Becker | Dienstag, den 4. Oktober 2005

Robert KochWir kennen sein Bild: ein grauhaariger Herr mit Brille und Bart. Er wirkt sanft, hat aber die Medizin seines Jahrhundert revolutioniert. Als er am 11.12.1843 in eine Bergmannsfamilie aus Clausthal-Zellerfeld im Harz mit insgesamt 13 Kindern hineingeboren wurde, ahnte noch niemand, dass der Name Robert Koch einmal überall auf der Welt bekannt sein würde.

Nach seiner Promotion und dem Staatsexamen arbeitete Koch zunächst in Wollstein (dem heutigen Wolstyn in Polen) als Landarzt, forschte intensiv an der Züchtung und Färbung von Bakterien mit anschließenden Tierversuchen. 1876 gelang ihm sein erster großer Wurf: die Entdeckung, dass die gefürchtete Krankheit Milzbrand durch einen lebenden Erreger hervorgerufen wurde. Es war eine Sensation!

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