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Archiv für Januar 2008

Inka Stone Massage – die Kraft der Steine

Donnerstag, 24. Januar 2008

Jeannette Borgo SchreiberDie Schamanen Südamerikas glaubten an das energievolle Potenzial der Natur und führten die Inka Stone Massage auf einem Steintisch aus. Der Tisch war mit Vicuna-Fellen oder Decken ausgelegt. Nur die Vicuna-Wolle, die edelste und teuerste im Inka-Reich, musste es sein.

Die Zeremonie wurde immer von Musik aus den Anden und den Regenwäldern Südamerikas begleitet (Flöten, Harfe und Trommeln). Um eine ganz tiefe, anhaltende Wirkung zu erreichen, legte man die Inka Stone Massage auf Vollmond, Sonnwende oder Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang.

Die Handgriffe der Inka Stone Massage entstanden in enger Verbindung zur Tier- und Götterwelt der Anden und des Regenwaldes. Zu den heiligen Tiere der Inkas gehörten Jaguar, Condor, Anaconda, Fledermaus und Colibri. Die Götter der Inka-Religion waren wie auf- und untergehende Sonne, Mond und der Berggott Apus, außerdem Naturphänomene wie Regen, Blitz, Donner und Hagel.

Das gesamte Wissen wurde mündlich und ohne Aufzeichnungen weitergegeben. Wie auch von anderen Kulturen überliefert, reiste der Lernende oft lange Zeit mit dem Schamanen von Dorf zu Dorf, umalles zu verinnerlichen.

Die Behandlungssteine dienten als Vermittler zwischen den Welten. Die Götter haben sich der Steine angenommen, sie im Wasser geschliffen, poliert und gereinigt, als Zeichen der Heilung mit Quarzadern versehen. Im Alten Reich waren die Inka die Meister der Steine. Sie verstanden es mit ihnen umzugehen, sie zu formen und ihre Kräfte zu nutzen. In ihrem Weltbild stellten die Steine die Mittler zwischen Himmel und Erde, zwischen inti (Sonne) und pacha-mama (Mutter Erde) dar. Inti liess sie einst schmelzen und fliessen, pacha-mama kühlte sie ab, formte und heilte sie. Für die Inka Stone Massage verwendete man alle Arten von Basalt- und/oder Flusssteine die auf natürliche Weise im Fluss, See oder Meer geschliffen wurden. Mit 7 Steinen (der magischen Anzahl) wurde diese Behandlung ursprünglich durchgeführt. Wichtig war die Pflege und Reinigung der Steine: Sie erfolgte mit Quellwasser und Sonnen- oder Mondlicht.

Die Steine verbinden uns mit der Ruhe der Erde und der Weite des Himmels.

Sie holen uns zurück zu uns selbst.

Rituale
Die alten Rituale und das Wissen über die Energie-Heilung der Inka wurden lange Zeit als Geheimnis und grosser Schatz vom Volk der Q’ero (dessen Einwohner stammen direkt von den Inka ab) gehütet und geschützt. Heute nun haben sich die Q’ero der westlichen Welt geöffnet, um ihr Wissen mit uns zu teilen. Dass die Q’ero sich zu erkennen gaben und dies zuließen, lag an einer alten Prophezeiung. Diese sagte ein pachakuti voraus, eine Zeit großer Veränderungen auf der Erde. Eine Zeit, in der die Q´ero das Jahrhunderte lang geheim gehaltene Wissen mit den Nachkommen der einstigen Eroberer teilen würden, um in ein goldenes Zeitalter des Zusammenlebens in Frieden und Fülle einzutreten.

Inka Stone Massage - Zeremonie
Die Zeremonie beginnt mit einem schamanischen Ritual - Reinigung und Klärung des Raumes durch Räuchern mit verschiedenen Harzen/Kräutern. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die traditionelle südamerikanische Musik. Mit erwärmten Steinen, und manchmal auch mit kühlen, führe ich die energetische Massage durch. Abwechselnd arbeite ich in der Aura und auch direkt am Körper. Für die Massage verwende ich entsprechende Öle und Aromastoffe. Zur Zeremonie gehören auch spezielle Edelsteine und das Arbeiten mit dem Federfächer. Die heiligen Krafttiere der Inkas begleiten uns durch die Behandlung.

Diese Griffe, welche es nur in der Inka Stone Massage gibt, verbinden die Eigenschaften der Tiere mit dem Menschen und führen zur Besserung seiner Leiden und Beschwerden. Stark lasse ich mich von den Steinen und meiner Intuition leiten, bin Kanal für die universelle Energie und offen für Informationen aus der Geistigen Welt. Die Massage beginnt am Rücken, das heisst aus Inka-Sicht in der Vergangenheit. Hier tragen wir Schicht um Schicht das Alte und Ausgediente ab und lassen eingefahrene Muster oder festsitzende Blockaden los. Frei von Behinderungen wenden wir uns dann der Vorderseite, der Gegenwart und somit der Zukunft, den Zielen, zu.

Wie kam die Inka Stone Massage in die Schweiz?
Seit einigen Jahren arbeite ich mit verschiedenen Körpermassagen und energetisch-spirituellen Methoden. Im 2003 bin ich das erste Mal, während meiner Ausbildung zur ganzheitlichen Therapeutin und dann zur LaStone Therapeutin, in bewussten Kontakt mit Steinen gekommen. Sofort hat mich diese wundervolle und energiereiche Arbeit gepackt und nicht mehr losgelassen.

Die Begegnung mit dem Schamanen Enrique hat dann meine Tore zur traditionellen Massage mit Steinen, der Energieheilung der Andenregion und der spirituellen Krafttierarbeit geöffnet. Er hat mir während meiner Ausbildung zur Inka Stone-Therapeutin und -Instruktorin altes Wissen und traditionelles Arbeiten vermittelt. Diese Form der traditionellen Massage mit Steinen gebe ich in der Schweiz in einer erweiterten Form und in Kombination mit neuzeitlichen Arbeitsweisen an Interessierte weiter.

Workshop Inka Stone Massage Therapeutin / Therapeut
Bringen Sie Ihren Mitmenschen und Klienten Erleichterung, Entspannung und Wohlbefinden auf einfache und natürliche Art und Weise:
- mit der Kraft und Energie der heilenden Steine (auch Edelsteine)
- der Massage mit herrlich warmem Aroma-Öl
- der Arbeit mit den Anden-Krafttieren
- der Heilung mit Energie

Jeannette Borgo Schreiber arbeitet in eigener Praxis (Boglerenstrasse 60, 8700 Küsnacht/ZH, Tel. 079 299 94 47). Sie bietet verschiedene Massageformen mit und ohne Steine an, arbeitet mit schamanisch-energetischen Methoden und spirituellem Heilen. Daneben bietet sie auch Kurse und Workshops auf diesen Gebieten an. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.inkastone.ch/ oder http://www.welltouch.ch/ .

Muskatnuss - in die Hausapotheke!

Freitag, 11. Januar 2008

MuskatnussDie Muskatnuss in der Küche ist uns vertraut: wir würzen damit Weihnachtsgebäck, Fleisch- und Kartoffelgerichte. Besonders Gemüsesorten mit zartem Eigengeschmack wie Blumenkohl profitieren sehr von ihrer pikanten Schärfe. Auch einem Schweizer Käsefondue verleiht sie noch mehr Würze. Wichtig ist eine sparsame Verwendung, da zuviel Muskatnuss die Speisen bitter schmecken lässt. Ihr Aroma ist allerdings sehr flüchtig, weshalb man sie immer frisch gerieben verwenden und erst am Ende der Kochzeit zugeben sollte. Die Lebensmittelindustrie verwendet aus diesem Grund lieber das intensivere Muskatnussöl. Das Öl lässt sich in der Produktion besser dosieren und ist auch länger haltbar als die Samen des Muskatnussbaums, die oft von Schimmelpilzen (Aflatoxine) befallen werden und dann nicht mehr zum Verzehr geeignet sind.

Ursprünglich heimisch war der Muskatnussbaum auf den Molukken, den sogenannten Gewürzinseln, die heute zu Indonesien gehören. Diese Inseln wurden von portugiesischen Seefahrern im 16. Jahrhundert entdeckt, als Kolonie in Besitz genommen und Handelsniederlassungen darauf gegründet. Da Gewürze wie Zimt, Pfeffer, Vanille oder auch Muskatnuss im fernen Europa bis dahin völlig unbekannt und sehr begehrt waren, brachten sie den Händlern mit jedem Schiff, das seinen Heimathafen wieder erreichte, ein Vermögen ein. Heute so alltägliche Gewürze wie Pfefferkörner wurden vor einigen Hundert Jahren noch mit Gold aufgewogen. Deshalb war auch die Ausfuhr von Bäumen oder Samen strikt verboten und jede Übertretung wurde grausam bestraft.

Heute wird die Muskatnuss vor allem auf Plantagen in Südamerika, Asien und Afrika kultiviert. Der immergrüne Baum kann bis zu 100 Jahren alt werden und bis zu 16 Metern heranwachsen. Erst ab seinem 8. Jahr trägt er gelbliche Früchte, die beim Heranreifen aufplatzen und ihren Samen frei geben: die sogenannte Muskatnuss, die botanisch nicht zu den Nüssen gehört. Die Hüllen der Samen finden ebenfalls in der Küche Verwendung. Als Muskatblüte (Macis) sind sie getrocknet und gemahlen erhältlich, länger haltbar als die eigentliche Muskatnuss und von feinerem Aroma.

In der Homöopathie wird die Muskatnuss bei Magen- und Darmerkrankungen eingesetzt, vor allem bei Gastritis, einer Entzündung der Magenschleimhaut. Und in der Volksheilkunde hat sie ebenfalls einen festen Platz zur Behandlung von Erkrankungen des Verdauungssystems. Akute Durchfallerkrankungen bei Erwachsenen können mit Muskatnuss behandelt werden. Dazu löst man eine Messerspitze geriebener Muskatnuss in einem Glas lauwarmem Wasser auf und trinkt es schluckweise. Von einer mehrmaligen Einnahme muss dringend abgeraten werden. Kindern sollte gar keine Muskatnuss als Heilmittel verabreicht werden. Sie gehört nämlich zu den sogenannten Gewürzdrogen, weil sie Halluzinationen hervorruft, wenn man grössere Mengen davon eingenommen hat. Andere ihrer Bestandteile verhindern aber sehr wirkungsvoll einen Missbrauch als Droge: Nach Einnahme von mehr als einer halben geriebenen Muskatnuss setzen starke Nebenwirkungen wie Übelkeit, Rauschzustände oder Vergiftungserscheinungen ein.

Bücher zum Thema:
- Geheimnisvolle Gewürzinseln. Reise nach Java, Banda und Ceylon 1644 - 1660
- Muskatnuss und Musketen