Es ist 6 Uhr morgens in China. Draußen beginnen die Vögel mit ihrem morgendlichen Konzert den Tag. Neben unserer Unterkunft fließt still und ruhig ein kleiner Fluss vorbei und man hört das Wasser leise rauschen. Wieder einmal sind Klaus und ich, wie jedes Jahr, mitten in den Laoshan Bergen, um unser Wissen weiter zu vertiefen. Und wie jedes Jahr hinterfrage ich, warum ich mir das harte Training überhaupt antue. Statt mich auszurasten, lange zu schlafen, spazieren zu gehen oder irgendwo am Strand zu liegen und die Sonne zu genießen, stehe ich Tag täglich um spätestens 6 Uhr auf der Matte. Ausgerüstet mit einem aus Spezialgummi bespannten Schläger, der zirka so groß wie ein Badmintonschläger ist, und einem 5g schweren, mit Sand befülltem Ball.
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Poliomyelitis wird die Krankheit weltweit genannt, denn die Bezeichnung „Kinderlähmung“ ist irreführend. In keinem Lebensalter ist man sicher vor einer Infektion mit dem Polio-Virus. Vor ein paar Jahren war die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch optimistisch: 2005 sollte die Kinderlähmung weltweit ausgerottet sein. Heute stellt sie fest, dass die Zahl der an dem gefährlichen Virus Erkrankten wieder deutlich zunimmt. Die Poliomyelitis ist in Indien, Pakistan, Indonesien und Afganistan wieder weit verbreitet, auch aus dem Jemen, Somalia, Äthiopien, Angola, Niger und Nigeria werden viele neue Erkrankungen gemeldet. Wie bei jeder Virus-Epidemie erfolgt die Ausbreitung sehr rasch, da sich die Viren im Darm des Erkrankten vermehren, durch den Kot wieder ausgeschieden und begünstigt durch schlechte hygienische Verhältnisse über Trinkwasser, Nahrungsmittel oder Schwimmbäder grosse Teile der Bevölkerung infiziert werden.
Haben Sie sich auch schon gefragt, wie lange der Schnupfen, der Husten, die Erkältung oder andere Symptome einfach nicht abklingen? Eigentlich müsste ja auch das eine Ursache haben. Um diesen Text besser zu verstehen, verwende ich einige Bilder aus der Natur. Sie haben es sicher dieses Jahr erleben dürfen – wir hatten dieses Jahr Pilze wie noch selten.
Fast jeder kennt sie und ihren typischen sanft-herben Duft: die Kamille gehört zu den bekanntesten Heilkräutern. Zu Recht! Seit Jahrhunderten hat sie einen festen Platz in jedem Kloster- und Bauerngärten, weil die Erfahrungsmedizin ihre Heilkraft schon schätzte, bevor sie wissenschaftlich bewiesen werden wurde. Heute wissen wir, dass die Kamille ätherische Öle, Bitterstoffe und Flavonoide enthält. Die Kamille wächst auch heute noch wild, vor allem an Wegrändern und auf naturbelassenen Äckern ist sie zu finden. Man erkennt sie sofort an ihren kleinen Blüten mit der gelben Mitte und den weissen Blütenblättern, die ein bisschen an Gänseblümchen erinnern. Zerreibt man eine Blüte zwischen den Fingern, entwickelt sich sofort der intensive Duft. Wer einen Standort von Kamillestauden kennt, kann ihre Blüten in der Zeit zwischen Mai und Juli sammeln. Nach dem Trocknen sollten die Blüten in Leinensäckchen oder sauberen, wieder verschliessbaren Gläsern aufbewahrt werden. Aus ½ Teelöffel getrockneter Blüten kann eine Tasse Tee zubereitet werden, einfach die Blüten mit kochendem Wasser übergiessen, 5 Minuten ziehen lassen und die Blüten entfernen. Kräuterkundige empfehlen, nicht mehr als 2 Tassen Kamillentee täglich zu trinken und eine Trinkkur nicht länger als 3 Wochen durchzuführen.
Seit jeher wird versucht, den Menschen mit heilenden Informationen Kraft zu geben, um die eigenen inneren Abwehrkräfte zu stärken. Die Möglichkeiten und Ansätze sind in keiner Zeit so groß gewesen und so mannigfaltig wie in unserer. Der Glaube an das Machbare hat uns jedoch etwas vom wirklich Heilenden genommen, vom Wesentlichen, nämlich von uns selbst. Die Naturmedizin, welche in unserer Zeit wieder mehr Bedeutung und Anerkennung gewinnt, versuchte schon immer, den Menschen nicht nur durch symptomatische Beseitigung zu helfen, sondern auch durch die Begegnung mit heilenden Kräften die Ursachen zu erkennen und zu beheben. Heilung ist ja ein Wort, welches vieles bedeutet und je nach Sichtweise des Menschen interpretiert wird. Es macht einfach einen Unterschied, ob ich mich gesund oder krank fühle/ denke, wie ich mich ins Leben integriere. Hier möchte ich ansetzen und beide Begriffe weglassen. Sie blockieren uns andauernd auf dem Weg dorthin, wo wir Heilung erfahren und erleben wollen.
Wilhelm Conrad Röntgen wurde 27.03.1845 in Lennep, heute ein Stadtteil von Remscheid, in Deutschland geboren. Seine Kindheits- und Schuljahre verbrachte das einzige Kind eines Tuchhändlers mit seiner Familie in Utrecht in den Niederlanden. Da er wegen eines Streichs, den er gar nicht selbst begangen hatte, von der Schule verwiesen wurde, konnte er trotz guter Leistungen keine Abiturprüfung ablegen. Damit war ihm der Weg zum Studium in den Niederlanden verwehrt. An der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich wurde er schliesslich fündig: Diese Universität offerierte einen Zugang zum Studium auch ohne Abitur, wenn man sich einer strengen Prüfung stellte. Nachdem Röntgen seine hervorragenden Zensuren in der holländischen Schule nachweisen konnte, wurde ihm diese Prüfung erlassen und er zum Maschinenbaustudium zugelassen. Nach dessen Abschluss im Jahr 1868 folgte ein Studium der Physik. Die Stadt Zürich war ihm offenbar freundlich gesinnt. Während des Studiums lernte er die Tochter eines Gastwirtes kennen, die er 1872 zur Frau nahm. Dieser Heirat folgte eine 50jährige glückliche, wenn auch kinderlose Ehe.