Schafgarbe – das Heilkraut des Achill

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Schafgarbe – das Heilkraut des Achill

Christa Becker | Donnerstag, den 5. Juli 2007

SchafgarbeAchill, auch Achilles genannt, kennen wir alle: der fast unbesiegbare Held aus der Sage vom Trojanischen Krieg. Die gemeine Schafgarbe wird botanisch als Achillea millefolium bezeichnet, weil der starke Achill damit seine Wunden behandelt haben soll. Ob das stimmt oder nicht, tatsächlich ist die Pflanze ein altes Heilmittel. Millefolium beschreibt die vielen gefiederten Blätter der Schafgarbe. Ihren deutschen Namen hat sie erhalten, weil Schafe das Kraut zum Fressen gern haben.

Wie die Kamille gehört auch sie zu der Familie der Korbblütler. Immer noch ist sie weit verbreitet auf Wiesen, an den Rändern von Gräben und Wegen, oft auch als „Unkraut“ auf dem Acker. Ihre Blütezeit dauert von Juni bis Oktober, gesammelt werden aber ausschliesslich die Blüten in der Zeit von Mai bis August. Dabei sollte man beachten, dass die meisten Blüten in der Dolde aufgegangen sind. Frische Blüten erkennt man an ihrer reinweissen Farbe, wenn sie sich leicht grau verfärbt, sind sie bereits am Verblühen.

Was Achill nicht wusste, sich aber trotzdem zunutze machte: die Schafgarbe enthält neben ätherischen Ölen auch Bitter- und Gerbstoffe, die eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung haben. Als Spülung, Umschläge oder Bäder nutzt man diesen Effekt für schlecht heilende oder entzündete Wunden an Haut und Schleimhäuten. Als Tee entfaltet die Schafgarbe ihre zweite gute Eigenschaft: sie ist krampflösend. Bei leichten Magen-Darm-Problemen bringt das Heilkraut Erleichterung bei Krämpfen und Blähungen, fördert den Appetit und regt die Produktion von Gallensaft an.

Mit einem gestrichenen Teelöffel voll getrockneter Blüten, der mit kochendem Wasser übergossen wird, erhält man nach 10 Minuten eine Tasse Tee. Mehr als 2 Tassen am Tag sollte man nicht davon trinken. Schafgarbe lässt sich gut in Teemischungen verwenden, besonders mit Johanniskraut kombiniert wirkt sie gegen Erschöpfungszustände, Nervosität und Reizzustände. In vielen fertigen Teemischungen aus Reformhaus, Drogerie und Apotheke ist die Schafgarbe enthalten.

Es gibt eine Einschränkung gegen den Einsatz des Heilkrauts: wer eine Allergie gegen eine andere Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Kamille, Ringelblume, Arnika) entwickelt hat, sollte auch auf die Schafgarbe verzichten. Für ihn gibt es nur eine Anwendung: der eigene Garten. Besonders bei Pflanzenfreunden, die ihren Garten naturnah gestalten wollen, ist die Schafgarbe in vielen Sorten beliebt. Durch Züchtungen ist sie mittlerweile nicht nur mit weissen Blütendolden, sondern auch mit rosa, gelben und anderen Pastelltönen erhältlich. Sie braucht kaum Pflege, kommt auch mit trockenen, mageren Böden zurecht und sammelt mit ihrer langen Blütezeit zusätzliche Pluspunkte.

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Mit Pflanzen verbunden. Meine Erlebnisse mit Heilkräutern und Zauberpflanzen
Medizin der Erde. Heilanwendung, Rezepte und Mythen unserer Heilpflanzen


Christa Becker | Donnerstag, den 5. Juli 2007

Veröffentlicht in Naturheilmittel

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