Sauerampfer - sauer hält gesund!

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Sauerampfer - sauer hält gesund!

Christa Becker | Freitag, den 27. April 2007

SauerampferSauerampfer (lateinisch Rumex acetosa) gehört zur Familie der Knöterichgewächse und zu den Wildgemüsen, die immer noch auf feuchten Wiesen und an Fluss- oder Bachläufen zu finden sind. Gesammelt werden die jungen Blätter im Frühjahr und Herbst. Während die Pflanze im Sommer ihre Früchte ausbildet, sinkt der Vitamingehalt auf die Hälfte und steigt im Herbst wieder an. Wer keine geeignete Sammelstelle in der Nähe weiss, kann auch auf Wochenmärkten fündig werden: Immer häufiger werden die würzigen Blätter auch dort angeboten. Und gut sortierte Gärtnereien bieten Sauerampfer inzwischen als Saatgut an. Die Aufzucht im Gartenbeet ist unproblematisch, wenn man ein halbschattiges Plätzchen zur Verfügung hat.

In den Überlieferungen der Volksmedizin wird Sauerampfer als Frühjahrskur zur Blutreinigung und Entschlackung angewandt. Für diese Wirkung ist es übrigens egal, ob die Blätter roh, gekocht oder als Tee eingenommen werden, im rohen Zustand. Sebastian Kneipp empfahl Sauerampfer gegen den Skorbut, eine früher gefürchtete Vitamin C-Mangelerkrankung. Heute ist bewiesen, dass der Sauerampfer tatsächlich so viel Vitamin C wie die Zitrone enthält! Eine Einschränkung gibt es allerdings doch für das feine Wildgemüse: wer unter Nierenproblemen oder an Rheuma leidet, sollte wegen der im Sauerampfer enthaltenen Oxalsäure auf den Genuss verzichten.

Da der Sauerampfer seinem Namen mit seinem herben Geschmack alle Ehre macht, kann er in Suppen, gemischten Salaten und als Wildgemüse verwendet werden. Auch als Frischekick auf einem Sandwich ergänzt er Schinken und Käse perfekt in Geschmack und Farbe. Viele Gourmet-Köche haben den Sauerampfer für sich entdeckt: gewagte und einfache Kombinationen in delikaten Saucen zu Spargel, als Kräuterbutter zu Kurzgebratenem oder im Omelett sind da zu finden. Auch in der berühmten „Grünen Sosse“ (siehe Artikel Die grüne Sosse von Goethes Mutter) aus mindestens 7 verschiedenen Kräutern ist er ein perfekter Begleiter für die feineren Kräuter wie Petersilie, Estragon oder Dill.

Bücher zum Thema:
Wildkräuter und Wildgemüse. Erkennen-sammeln-Genießen
Delikatessen am Wegesrand. Un-Kräuter zum Genießen


Christa Becker | Freitag, den 27. April 2007

Veröffentlicht in Naturheilmittel

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