Hypericum perforatum, das getüpfelte Johanniskraut, ist eine der seit 2000 Jahren bekannten und damit ältesten Heilpflanzen. Der griechische Arzt Dioskurides berichtete schon im Jahr 77 n. Chr. über das Johanniskraut. Im Mittelalter kam es bei Paracelsus „gegen melancholische Gedanken“ zur Anwendung. Im 19. Jahrhundert, als in der Medizin nur Gewicht hatte, was sich naturwissenschaftlich belegen liess, sagte Sebastian Kneipp über das Heilkraut: „Das Johanniskraut ist von nicht geringer Wichtigkeit und wirkt im Inneren des Körpers, wie nach aussen.“ Fast überall in Europa wächst es auf trockenen, mageren Standorten und in lichten Wäldern. Zur Sommersonnwende am 21. Juni steht es in voller Blüte und sollte nach der Überlieferung Schutz vor Hexen und bösen Geistern schenken, daher auch die Bezeichnung als Hexenkraut. Während der Christianisierung wurde es nach dem heiligen Johannes, dessen Namenstag am 24. Juni gefeiert wird, umbenannt.
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