Gesund alt werden - ja gerne, aber wie?
Markus Oetliker | Montag, den 28. August 2006
Ein Bericht für Menschen, die ein Gesundheitsbewusstsein haben und präventiv für ein vitales Alter sorgen wollen. “Alt werden” ist für viele Menschen schon eine spezielle Vorstellung. Können wir uns als junge Menschen überhaupt vorstellen, was “alt werden” bedeutet? Möchten wir nicht alle den Lebensabend noch in vollen Zügen geniessen? Doch die Wahrheit sieht meistens nicht so aus. Kann man dagegen etwas tun? Der nachfolgende Bericht gibt Ihnen Tipps und Ideen, wie das zu schaffen ist.
Gesundheit ist uns nicht geschenkt worden. Wir tragen oft das Erbe unserer Ahnen mit uns. Die Ernährungsgewohnheiten und Umwelteinflüsse haben sich zum Teil dramatisch verändert. Eine sogenannte “ausgewogene Ernährung” reicht heute bei weitem nicht mehr aus. In Fachzeitschriften und Tageszeitungen finden wir Begriffe wie Vitalstoffe, Anti-Aging, Wellness, freie Radikale und Säure-Basen-Gleichgewicht. Diese Begriffe gehören zum Teil in den Bereich der orthomolekularen Medizin (= richtiger und gezielter Einsatz von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und mehr).

Selten bis nie wird jedoch der Begriff „Verbrauch“ erwähnt. Beim Auto sprechen wir z. B. vom Verbrauch an Treibstoff pro 100 km – welche „Treibstoffe“ wir benötigen und wie viele vor allem, das ist uns doch meist gar nicht bewusst. Wie wissen wir, was wir dem Körper an Nährstoffen geben? Wie stellen wir die Zufuhr, bzw. den Verbrauch, für uns selber fest?
Unser Tagesgeschehen ist von vielen Faktoren geprägt. All diese Faktoren wirken auf uns Menschen (auch schon auf die Kinder!) ein, wie z. B. das Arbeitsklima, der soziale Umgang mit Mitmenschen, Partnerschaft, Kinder, Schule, die Industrie schlechthin, Umweltbelastungen und vielem mehr. Und bedenken wir, dass die Klimaerwärmung, die leider eine Tatsache geworden ist, den Vitalstoffverbrauch massiv in die Höhe schnellen lässt.

Diese Frucht enthält kaum noch Nährstoffe, weil sie diese für ihren Selbstschutz braucht!
Eine bedarfsorientierte oder ausgewogene Ernährung alleine kann unseren effektiven Bedarf nicht mehr vollends decken.
Die Nährstoffe kann man grob in zwei Gruppen unterteilen:
a)Brennstoffe: wie Fette, Kohlehydrate und Eiweisse
b)Vital- bzw. Regulationsstoffe: Zu dieser Gruppe gehören die Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, Amino- und Fettsäuren
Diese Stoffe sind für alle Stoffwechselvorgänge wie zum Beispiel die Hormonbildung, die Gesunderhaltung unserer Gelenke und Versorgung der Zellen mit Vitalstoffen lebensnotwendig! Stoffwechsel bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass ein Nahrungsmittel, welches wir essen, im Körper so umgebaut – eben verstoffwechselt – wird, dass daraus unsere Körperfunktionen aufrechterhalten werden können. Dieser Prozess hat direkt oder indirekt mit dem “alt werden” zu tun.
Ein nicht zu unterschätzendes Element des Altwerdens ist das Wasser. Im Alter trinken die Menschen zu wenig – die Zellen trocknen infolge der Dehydrierung aus. Wir altern – oder sollte man sagen, wir schrumpfen? Betrachten wir doch als Beispiel alte Autos oder Flugzeuge – sogenannte Oldtimer. Sie werden sorgfältig gepflegt, daher können wir diese Fahrzeuge heute noch nutzen. Wenn ein Motor im „roten Bereich“ läuft, so ist er unweigerlich einem massiv höheren Verschleiss unterworfen. Wie sieht das beim Menschen aus? Kennen wir nicht alle das Gefühl von Stress (unser roter Bereich)?

Bei uns Menschen ist es doch ähnlich: Je älter wir werden, desto „verbrauchter“ sind die meisten von uns. Ein normaler Prozess? Sicher nicht. Wir sind doch sehr mit Glaubenssätzen behaftet, die genau diese Einstellung unterstützen. Nach dem Motto: Mit 40 hat man dieses Leiden, mit 50 jenes und mit 60, na ja, da kommt schon einiges zusammen. Haben wir uns einmal gefragt, ob das so sein muss? Sind wir diesem Alterungsprozess schutzlos ausgeliefert? Nein, mit Sicherheit nicht. Die Kenntnisse über den Bereich der orthomolekularen Medizin sind in ganz Europa noch wenig verbreitet. Oftmals werden Nahrungsergänzungen noch mit Medikamente verglichen.
Vielfach herrscht die Meinung vor: „Was ich esse, gelangt in den Körper und dieser macht dann schon das Richtige“. Das ist so nicht korrekt. Wohl gelangen all diese wichtigen Stoffe in den Körper, jedoch nicht in die Zellen, wo diese Stoffe letztlich die Gesundheit des Menschen aufrecht erhalten. Der Körper kann jedoch nur verwerten, wofür er die „Werkzeuge“ besitzt und jedes „Werkzeug“ muss gepflegt werden. Defekte Autos werden in der Garage repariert oder aus dem Verkehr gezogen. Kranke Menschen finden wir dann in Spitälern, Pflegeheimen oder ähnlichen Institutionen. Unsere „Werkzeuge“ sind eben diese lebensnotwendigen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente etc. Ist der Mensch übersäuert, wie dies bei 98% aller Menschen der Fall ist, dann gehen diese Vitalstoffe bereits vor Erreichen ihres Zieles – den Zellen- zugrunde. Dauert dieser Prozess über Monate oder gar Jahre an, so sprechen wir vom „Alterungsprozess“.
Das Angebot an solchen Präparaten (Nahrungsergänzung) ist eminent gross. Wie kann der Laie entscheiden, was für ihn gut sein soll? Die Beratung, die der Laie in den Drogerien und Apotheken erhält, ist leider oft sehr spärlich. Hinzu kommt, dass die empfohlenen Präparate nicht richtig eingenommen werden. Als Beispiel kann das vielgehörte “Basenmittel” genommen werden. Wer prüft, für wen welches Basenmittel das richtige ist? Nicht jedes Basenmittel ist für jeden Menschen gleich wirksam! Man darf nicht ausser Acht lassen, dass Nahrungsergänzung nie eine moderne, auf die heutigen Bedürfnisse zugeschnittene Ernährung, ersetzt! Auch die angepriesenen „Schlankmacher“ funktionieren ja nicht ohne sportliche Tätigkeit! Nur mit Präparaten alleine ist es nicht getan, auch wenn uns die Werbung solche schönen Dinge vorgaukelt…
Sie erinnern sich – Gesundheit ist uns nicht mit Garantie in die Wiege gelegt worden, dafür müssen wir schon etwas tun. Im Berufsleben ist das ja schliesslich gleich. Wir machen eine Ausbildung, damit wir in diesem Beruf tätig werden können. Wenn es uns nicht glücklich macht, lassen wir uns umschulen. Das Wissen um die Zusammenhänge dieser Stoffe ist mir ein Anliegen – es ist jedoch ein Erlernen einer neuen Sprache.
Wir haben einen grösseren Einfluss auf unser “alt werden”, als Sie vielleicht denken. Die Verantwortung liegt jedoch bei uns selbst. Welche Lebensqualität möchten Sie haben, wenn Sie alt sind? Entscheidend ist, dass man seinen jetzigen Status an Vitalstoffen bestimmt und gezielt auf das Altwerden aufbaut. Der Stoffwechsel ist wie unser Leben selbst: Er ist ständig in Veränderung. Hat man etwas Kenntnis von diesen Veränderungen, kann man diese auch gezielt angehen. Wählt man diesen Weg, darf man davon ausgehen, dass man auch im Alter mit einer hohen Lebensqualität rechnen darf – wünschen Sie sich das nicht auch?
Markus Oetliker arbeitet als dipl. Körpertherapeut in eigenen Praxen (Kirchberg und Kloten). Neben der Postural Integration bietet er seinen Klienten auch Behandlungen mit Fussreflexzonenmassage, manueller Lymphdrainage, Hot Stone Therapie, sowie eine Haar-Mineralanalyse und intensive Ernährungstherapie an. Er führt Seminare durch und ist Co-Autor des Buches „Abenteuer Gesundheit“. Weitere Informationen unter http://www.oetliker.info/.
Buch zum Thema:
– Abenteuer Gesundheit
Links zum Thema:
– http://www.oetliker.info/
– http://www.markusoetliker.ch/
Markus Oetliker | Montag, den 28. August 2006
Veröffentlicht in Gesund ernähren
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