Klangschalentherapie -  fühlen statt hören

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Klangschalentherapie - fühlen statt hören

Christa Becker | Montag, den 14. August 2006

KlangschaleViele Kulturen kennen den wohltuenden, heilenden Effekt von Klang auf den Körper. Töne wurden schon seit Jahrtausenden dazu genutzt, um Menschen in einen tranceähnlichen Zustand zu versetzen. Die Heiler der Ureinwohner Amerikas oder Afrikas haben dazu Trommeln eingesetzt, die Aborigines in Australien verwenden dazu immer noch das Didgeridou. Gongs und Klangschalen sind dagegen in Asien weit verbreitet. Die Ursprung der Klangschale wird vor 5000 Jahren in Indien vermutet, Buddha-Statuen mit einer solchen Schale in der Hand weisen darauf hin. Durch die Verbreitung des Buddhismus kamen die Schalen auch in die Himalayastaaten Tibet und Nepal, aber auch in Thailand, China und Japan findet man sie.

Der Durchmesser der Schale kann zwischen 5 und 50 cm, das Gewicht bis zu einigen Kilos betragen. Hergestellt wird sie meistens aus 7 verschiedenen Metallen: Kupfer, Zinn, Quecksilber, Blei, Eisen, Silber und Gold. Gelegentlich werden noch Zink, Eisen oder Wismut zugefügt. Wie seit Hunderten von Jahren werden die Klangkörper auch heute noch in eine runde Schale gegossen und dann von Hand in die endgültige Form getrieben. Zum Erzeugen der Töne wird die Schale mit einem Klöppel angeschlagen, der aus Holz gefertigt wird und mit Filz oder Leder überzogen sein kann.

Bis zu 20 verschiedene Töne können durch eine Klangschale entstehen. Die einzelnen Töne, vom tiefen Brummen bis zum hellen Klang, kann das menschliche Gehör nicht mehr differenzieren. Unsere Ohren nehmen den Ton als dunkel, warm und tief wahr. Wenn im Raum eine solche Schale angeschlagen wird, breitet sich der Wohlklang in Wellen aus. Verstärkt wird dieser Effekt noch, wenn die Schale neben oder direkt auf dem Körper platziert wird. Es ist erstaunlich, wie man den Ton nicht nur mit den Ohren hört, sondern tief im Körper spürt. Da unser Körper zu einem grossen Teil aus Wasser besteht, versetzt der Klang ihn in Schwingung, was am ehesten mit einer sehr sanften Tiefenmassage zu vergleichen ist. In der Therapie verwendet man eine oder mehrere Schalen, deren Klangfülle sich gegenseitig ergänzen.

Eingesetzt werden kann die Klangschalentherapie bei Menschen, die nervös oder depressiv verstimmt sind, unter grosser Anspannung oder zu hohem Blutdruck leiden. Der Klang der Metallschalen bewirken eine Harmonisierung und tiefe Entspannung, wodurch sich ein Wohlbefinden einstellt. Blockaden werden gelöst und Überflüssiges kann losgelassen werden, auch die Kreativität und Sensibilität werden gefördert. Über gute Erfahrungen mit den Klangschalen berichten auch Therapeuten von behinderten Menschen oder überaktiven Kindern. Die Therapie erfordert keine Konzentration oder Anstrengung und wirkt vielleicht gerade deshalb. Und unerwünschte Nebenwirkungen müssen nicht befürchtet werden.

Bücher zum Thema:
Gesang der Stille – Das Geheimnis der Klangschalen
Heilen mit Tönen
Klangschalen für Gesundheit und innere Harmonie


Christa Becker | Montag, den 14. August 2006

Veröffentlicht in Heilmethoden

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