Wasser - Die Basis des Lebens
Christa Becker | Mittwoch, den 18. Januar 2006
Kein Mensch, kein Tier und keine Pflanze kann ohne Wasser leben. Ohne Nahrung können wir mehrere Wochen auskommen, ohne Wasser nur etwa 8 Tage. Dass der menschliche Körper aus ungefähr 63 % Wasser besteht, ist uns bekannt. Wir wissen auch, dass jeder Erwachsene täglich etwa 2-3 Liter Flüssigkeit braucht, bei hohen Temperaturen oder Sport sogar deutlich mehr. Trotzdem ist sauberes Trinkwasser nicht für alle Menschen auf der Welt verfügbar. Ungefähr ¾ der Erdoberfläche ist zwar von Wasser bedeckt, aber nur 2,5 % davon besteht aus Süsswasser. Die Verteilung und die Aufbereitung von Trinkwasser ist das grösste Problem in den Ländern der Dritten Welt.
In Europa müssen wir uns um die Qualität und Verfügbarkeit von Wasser keine Sorgen machen. Ständige Kontrollen sorgen dafür, dass sich in unserem Trinkwasser keine Keime ausbreiten können, falls dies doch einmal geschieht, haben wir alternative Wasserquellen. Trotzdem trinken die meisten Menschen insgesamt zu wenig. Die Alarmanlage des Körpers für eine Unterversorgung mit Wasser ist unser Durst. Da dieser aber besonders bei älteren Menschen nicht sehr ausgeprägt ist, kann es trotzdem unbemerkt zu Wassermangel im Körper kommen.
Aber ohne Wasser kann unser Körper nicht arbeiten. Die Giftstoffe aus den Zellen werden nicht mehr weitertransportiert und lagern sich ab. Die Ausscheidung der Abfallprodukte über die Nieren verlangsamt sich und kommt schließlich zum Stillstand: Unser Körper wird vergiftet. Das Blut verdickt sich und kann die kleinen Gefäße nicht mehr richtig mit Flüssigkeit versorgen. Durch diese Mangelversorgung kommt es am Ende zu einem Stillstand der Herz- und Gehirntätigkeit. Um dies zu verhindern, verfügt unser Körper neben dem Durst noch über andere Signale, um uns auf einen Flüssigkeitsmangel aufmerksam zu machen. Zunächst reagiert er mit Müdigkeit, Schwäche und Konzentrationsstörungen, dann treten Krämpfe und Bewusstseinsstörungen auf. Aber soweit muss es ja nicht kommen!
Wichtig ist natürlich auch die Frage, welches Wasser das Beste wäre. Schon beim Geschmack gibt es grosse Unterschiede. Manche Wässer haben einen ausgeprägten Eigengeschmack, andere sind fast geschmacklos. Die Entscheidung für mehr oder weniger Kohlensäuregehalt sollte nach Verträglichkeit getroffen werden. Bleibt uns noch die Wahl zwischen Mineralwasser, Quellwasser, Tafelwasser oder Heilwasser. Mineralwasser stammt aus unterirdischen Quellen und wird auf Kriterien wie Zusammensetzung, Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen und Reinheit amtlich geprüft. Beim Quellwasser sind die behördlichen Auflagen weniger streng, ebenso beim Tafelwasser, bei dem auch Zusätze und Wassermischungen erlaubt sind. Das Heilwasser zählt offiziell nicht zu den Lebensmitteln, sondern gilt als Arzneimittel. Entsprechend sind bei diesem Wasser die Kontrollen sehr genau. Jedes Heilwasser hat bestimmte, krankheitslindernde Wirkungen, ob gegen genprobleme, Gallen- oder Nierenleiden. Trotzdem ist gegen den Dauergebrauch eines Heilwassers nichts einzuwenden.
Für die Zubereitung von Nahrung oder Getränken für Säuglinge sollte man ein Wasser verwenden, das ausdrücklich dafür empfohlen wird. Hier muss der Mineralstoffgehalt insgesamt niedriger sein als bei einem Wasser für grössere Kinder oder Erwachsene. Auch wer unter einem hohen Blutdruck leidet, sollte den Mineralstoffgehalt auf seiner Wasserflasche einer Prüfung unterziehen. Ein hoher Natriumgehalt wirkt sich auf einen erhöhten Blutdruck ungünstig aus.
Ansonsten gilt: Möglichst viele Wasser testen und vergleichen, bis eines gefunden ist, das richtig gut schmeckt. Wer mit Widerwillen ein Wasser trinkt, nur weil es gesund ist, wird wahrscheinlich die nötige Trinkmenge nicht erreichen können. Und Wassermangel fügt dem Körper mehr Schaden zu als ein nicht ganz optimaler Mineralstoffgehalt.
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