Basilikum - der perfekte Begleiter zur Tomate

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Basilikum - der perfekte Begleiter zur Tomate

Christa Becker | Dienstag, den 12. Juli 2005

BasilikumDas eine Basilikum gibt es nicht: es gibt unglaublich viele! Sorten mit glatten oder krausen Blättchen in grün und dunkelrot, mit weißen, rosa und roten Blüten. Ebenso viele Varianten gibt es beim Duft: der klassische Basilikum riecht unverwechselbar, sehr aromatisch und süß, es gibt aber auch Düfte, die an Zimt, Anis oder Zitrone erinnern.

Geerntet werden die Blätter kurz vor der Blüte und am besten frisch verwendet oder eingefroren. Getrockneter Basilikum verliert sehr rasch an Aroma. Die Blättchen sollten auch nicht lange mitgekocht werden, frisch schmecken sie am intensivsten. Ocimum basilicum ist seit etwa 800 Jahren am Mittelmeer heimisch, aber schon seit mehreren Tausend Jahren in Asien, Afrika und Südamerika verbreitet. In Indien galt der Strauch als heilig.

Als Heilmittel hat das Basilikum keine große Bedeutung, es regt jedoch Appetit und Verdauung an und hilft gegen Magenbeschwerden und Blähungen. Für uns ist das Kraut aus der Familie der Lippenblütler vor allem verbunden mit der italienischen Küche: eine Vorspeisenplatte aus Tomaten und Mozzarella ist ohne die grünen Blättchen nicht vorstellbar. Und das berühmte Pesto aus Basilikum, feinem Olivenöl, Salz, Pfeffer, Parmesankäse und Pinienkernen kann von einer leckeren grünen Soße in eine pikante rote Variante verändert werden, wenn man statt grünem den roten Basilikum wählt und getrocknete, in Öl eingelegte und fein gehackte Tomaten hinzufügt. Beide Pesto schmecken zu jeder Art von Nudel sehr lecker. Theoretisch ist Pesto im Kühlschrank einige Tage haltbar, wenn man es in einen Behälter füllt und mit Olivenöl bedeckt, praktisch bleibt meist nichts davon übrig…

Noch relativ unbekannt ist dieses Rezept einer dicken, italienischen Tomatensuppe. Wer auch im Sommer gerne mal eine Suppe isst, wird diese genießen.

4 Scheiben altbackenes helles Weißbrot toasten und zerkleinern.

Etwa 1 kg vollreife Tomaten häuten und in kleine Stücke schneiden.

1 große Zwiebel und 2 Knoblauchzehen fein hacken und in Olivenöl andünsten. Tomatenstücke zufügen und etwa 15 Minuten köcheln lassen.

Brotstückchen und 250 ml Gemüsebrühe hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, weitere 20 Minuten köcheln lassen.

Dann die grob gehackten Blättchen von einem Bund Basilikum hinzufügen, nochmals kurz köcheln lassen.

Wenn das Brot weich geworden ist, kann die Suppe serviert werden.

Mit der Tomate verträgt sich das Basilikum übrigens nicht nur auf dem Teller, sondern auch im Gartenbeet. Aber einen Platz im Beet braucht es nicht unbedingt, ihm genügt auch ein Topf, am besten in Nähe der Küche, um rasch ein paar Blättchen zu ernten. Basilikum braucht viel Sonne und Wärme, um sich richtig entwickeln zu können, verregnete Sommer mag es überhaupt nicht. Am besten nutzt man das Basilikum als einjährige Pflanze, ein Überwintern ist nur im Haus oder Wintergarten möglich und lohnt sich eigentlich nicht, weil ein Töpfchen auf dem Markt im nächsten Jahr schnell ausgesucht ist oder ein paar Samen ausgebracht sind.

Bücher zum Thema:
Das große mediterrane Kochbuch
Zum Sterben gut
Eine Prise Süden


Christa Becker | Dienstag, den 12. Juli 2005

Veröffentlicht in Kochrezepte

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