Kampf mit jedem Kilo oder Wohlfühlgewicht - der Body Mass Index hilft

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Kampf mit jedem Kilo oder Wohlfühlgewicht - der Body Mass Index hilft

Christa Becker | Donnerstag, den 16. Juni 2005

Body Mass IndexSicher haben Sie auch schon unglaublich schlanke und schöne Frauen gesehen, die zu Ihrem Erstaunen sehr unglücklich mit ihrem Gewicht waren. Auch bei näherem Betrachten konnten Sie nichts entdecken, womit sich das beweisen ließe. Das macht nachdenklich.

Einerseits behaupten superschlanke Menschen, viel zu dick zu sein und kneifen sich in nicht vorhandene Polster an Hüfte oder Bauch. Ganz dringend müssten sie wieder mit der nächsten Diät beginnen! Und andererseits haben 1 Milliarde der Weltbevölkerung die Schwelle zum Übergewicht schon überschritten, schätzt die Weltgesundheitsbehörde WHO. Diese Extreme zeigen uns klar: auf unser Gefühl können wir uns nicht verlassen, wenn wir herausfinden wollen, welches Gewicht optimal für unseren Körper wäre.

Die beste Hilfe zur Berechnung des optimalen Gewichts ist der international anerkannte und angewandte Body Mass Index (BMI). Mit ihm wird das Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht bestimmt. Der BMI berechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Meter. Welches Gewicht als normal gelten kann, hängt zudem von Geschlecht und Alter ab. Frauen haben aus biologischen Gründen weniger Muskeln und mehr Fettanteil im Gewebe. Die Natur hat damit für Schwangerschaft und Stillzeit ein Depot angelegt. Deshalb beträgt bei Frauen der Fettanteil am Körper etwa 20 bis 25 %, bei Männern dagegen lediglich 8 bis 10 %. Auch mit zunehmendem Alter verändert sich die Figur, die Muskelmasse schwindet und der Fettanteil nimmt allmählich zu. Durch möglichst viel Bewegung und Sport lässt sich das natürlich beeinflussen. Aber bitte nicht entsetzt sein, wenn Sie mehrere Monate viel Sport getrieben haben und beim Berechnen des BMI einen höheren Wert erhalten: durch den Aufbau von mehr Muskulatur kann Ihr Gewicht und damit auch Ihr BMI sogar ansteigen, obwohl ihre Figur jetzt optisch viel schlanker wirkt. Muskeln sind schwerer als Fettgewebe!

Bevor Sie nun berechnen, wie es tatsächlich um Ihr Gewicht bestellt ist, sollten Sie noch beachten: während im Alter von 25 – 34 Jahren ein BMI von 20 – 25 als normal gilt, darf er im Alter von 55 – 64 Jahren schon 23 – 28 betragen. Bei Männern gilt ein BMI von 20 bis 25, bei Frauen von 19 bis 24 als normalgewichtig. Beträgt Ihr BMI jedoch über 25, haben Sie Übergewicht, bei einem BMI über 30 sprechen die Mediziner von Adipositas, also einer Fettsucht. Und mit einem BMI über 40 sind Sie hochgradig gefährdet. Dagegen sagt Ihnen ein BMI unter 19 ganz deutlich: Sie sollten dringend zunehmen, auch Untergewicht ist eine Gefahr für Ihren Körper!

Bevor Sie nach der Lektüre einer Modezeitschrift wieder seufzend die eigene Figur betrachten, machen Sie am besten zuerst den Test mit dem Body Mass Index-Berechner. Vielleicht haben Sie gar keinen Grund zur Unzufriedenheit. Ich bin sogar überzeugt: die meisten Modells müssten sich in der Tabelle unter „Untergewichtige“ einordnen, was auf Dauer vom Körper auch nicht ohne Schäden toleriert wird. Untergewichtige Menschen sind sehr viel anfälliger für Infektionen, erholen sich langsamer nach einer Erkrankung und haben eine deutlich geringere Lebenserwartung. Wenn der errechnete BMI Ihnen also signalisiert, dass alles im grünen Bereich liegt, können Sie lernen, mit sich und Ihrem Gewicht zufrieden zu sein. Das ist langfristig sowieso das Beste für Ihre Gesundheit!

Bücher zum Thema:
Idealgewicht nach dem Body Mass Index
Kursbuch gesunde Ernährung
Satt, schlank, gesund
Obst und Gemüse als Medizin

Links zum Thema:
BMI-Rechner


Christa Becker | Donnerstag, den 16. Juni 2005

Veröffentlicht in Gesund bleiben

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