Dr. Edward Bach und seine Blüten
Christa Becker | Dienstag, den 7. Juni 2005
Der englische Arzt Dr. Edward Bach (1886 – 1936) hat sie erfunden: die nach ihm benannte Bach-Blütentherapie. Dr. Bach war den sanften Therapien nicht vom Beginn seiner ärztlichen Tätigkeit zugeneigt. Zunächst arbeitete er viele Jahre als Immunologe und Bakteriologe. Sein Zeitalter war die Epoche der Entdeckungen auf diesem Fachgebiet, seine Faszination also durchaus verständlich.
In Deutschland entdeckte Robert Koch die Erreger von Milzbrand, Tuberkulose und Cholera, seinem Kollegen Emil von Behring gelang es, einen Impfstoff gegen Diphtherie zu entwickeln. In der naturwissenschaftlich orientierten Medizin herrschte also Aufbruchstimmung.
In England forschte Dr. Bach anfangs an Darmbakterien. Jede der von ihm kultivierten Bakterienstämme wirkte auf einen ganz bestimmten Persönlichkeitstypus, fand er heraus. Dass der Körper nur als Folge einer Disharmonie der Seele krank wird, war seine feste Überzeugung. Da die Therapie mit Bakterien neben dem erwünschten Effekt immer auch Nebenwirkungen zeigte, beschäftigte er sich viel mit der Homöopathie und suchte nach pflanzlichen Alternativen. Er fand sie schließlich in den Bach-Blüten. Die von ihm entwickelten 38 Pflanzenessenzen entsprechen in ihrer Schwingung den 38 möglichen Seelenzuständen, meinte Dr. Bach. Zusätzlich entwickelte er noch ein Mittel gegen alle Arten von Schockzuständen: die heute weit verbreiteten Rescue-Remedy-Tropfen, die aus 5 verschiedenen Blüten bestehen.
Für die Herstellung der Essenzen gibt es 2 Methoden. Nach der Sonnenmethode wurden die Blüten an einem möglichst sonnigen Tag gepflückt und in eine Schale mit frischem Quellwasser gelegt. Dort verblieben sie einige Stunden, bis sich die Energie unter der Einwirkung der Sonne auf das Wasser übertragen hatte. Die Blüten wurden entfernt und das Wasser wegen der Haltbarmachung zur Hälfte mit Weinbrand versetzt. Als zweites entwickelte Dr. Bach die Kochmethode: Die gepflückten Knospen oder Blüten wurden gekocht, das Wasser danach gefiltert und ebenfalls mit Weinbrand versetzt. Die beiden Verfahren blieben bis heute unverändert. Kurz vor seinem Tod fand Dr. Bach in Oxfordshire ein kleines Cottage namens Mount Vernon, in dem er seine Forschungsarbeit vollenden konnte. Dieses Dr. Edward Bach Centre stellt seit damals die Blütenessenzen her. Die Firma Nelson, ein seit 1860 bestehender Familienbetrieb, hat 1933 mit dem ersten Auftrag von Dr. Bach die Abfüllung der Essenzen übernommen.
Für die Behandlung eines Kranken mit der Bach-Blütentherapie sei nicht die Krankheit, sondern sein seelischer Zustand entscheidend. Nach der Theorie von Dr. Bach können 2 Menschen dieselbe Krankheit haben, aber ganz unterschiedlich damit umgehen. Der eine wird seine Rheumaerkrankung vielleicht ignorieren oder wütend werden, ein anderer wird depressiv. Die beiden Patienten müssen mit unterschiedlichen Blütenextrakten behandelt werden, die auf ihren seelischen, nicht auf den körperlichen Zustand abgestimmt sind.
Nach dem Schema von Dr. Bach ist die Olive geeignet für alle Menschen, die erschöpft sind und sich völlig ausgelaugt fühlen, das klassische Burn-out-Syndrom. Die Olive als Symbol für Langlebigkeit, Energie und Gelassenheit könne dies ausgleichen und die gestörte Harmonie zwischen Körper, Seele und Geist wieder ins Gleichgewicht bringen. Sie soll dem Patienten auch helfen, mehr auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten.
Ein zweites Beispiel: Walnuss helfe bei allen Situationen wie Pubertät, Schwangerschaft, Umzug, Berufswechsel, die mit einer einschneidenden Änderung der Lebenssituation verbunden sind. Die Walnuss sei ein Symbol für das unbeirrtes Verfolgen des eigenen Lebensweges und unterstütze das Akzeptieren von Veränderungen.
Was ich sehr erstaunlich finde: Bach-Blütentropfen sollen auch bei Tieren und Pflanzen ihre Wirkung zeigen. Ob der Hund nur langsam von einer Krankheit genesen will, die Katze ängstlich oder scheu ist, das Pferd nach einem Besitzerwechsel trauert, die dazu passenden Essenzen können auch dem Tier verabreicht werden. Und Pflanzen, die nach Rückschnitt oder Umtopfen einen „Schock“ erlitten haben, sollen von Rescue Remedy- oder Walnuss-Tropfen profitieren. Eine Freundin, übrigens Ärztin von Beruf, hat dies einmal im Serienversuch ausprobiert und mir davon berichtet. Nachdem sie 5 Kirschkerne in kleine Töpfe gesteckt hatte, wurden 2 mit Rescue Remedy, die anderen nicht behandelt und entsprechend markiert. Sie ahnen schon, was jetzt kommt: tatsächlich haben sich die Pflänzchen mit der Bach-Blütenbehandlung am besten entwickelt. Noch kein Beweis, aber interessant genug, nicht wahr?
Bücher zum Thema:
– Bach-Blüten
– Bach-Blüten für Kinder
– Bach-Blüten für Katzen
– Die Original-Bach-Blüten-Therapie
– Das neue Bach-Blüten-Buch
– Das praktische Handbuch zur Bach-Blüten-Therapie
– Bach-Blüten für innere Harmonie
Christa Becker | Dienstag, den 7. Juni 2005
Veröffentlicht in Naturheilmittel
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am 30. November 2005 um 20:54 Uhr.
[...] von Kapseln, Salbe oder Gel erhältlich. Bachblüten-Therapeuten (siehe Artikel Dr. Edward Bach und seine Blüten) verwenden neben Kastanienkno [...]