Was tun bei chronischer Zystitis (Blasenentzündung)?
Christa Becker | Mittwoch, den 4. Mai 2005
Fast jeder hat es schon einmal erlebt: Plötzlich treten beim Wasserlassen brennende, sehr unangenehme Schmerzen auf und man spürt einen ständigen Drang zur Toilette zu gehen, obwohl die Blase kaum gefüllt ist. Auch über ein allgemeines Krankheitsgefühl wie bei einer Grippe wird oft berichtet. Der Arzt kann nach einer kurzen Laboruntersuchung schnell die Ursache benennen: eine Entzündung der Harnblase.
Meist wird der Arzt dazu raten, möglichst viel Kräutertee oder Wasser zu trinken. Gleichzeitig verordnet er ein Medikament, was die Beschwerden oft innerhalb eines Tages zum Abklingen bringt. Trotzdem ist es natürlich wichtig, die gesamte verordnete Tablettendosis zu Ende einzunehmen, da sonst die Blasenentzündung nach wenigen Tagen oder Wochen wieder auftreten wird, oft in einer schlimmeren Form als zuerst.
Auch die Gefahr, dass die Medikamente bei der nächsten Einnahme an Wirksamkeit verloren haben, ist nach einer abgebrochenen Behandlung groß. Aber wie kommt es eigentlich zu einer solchen Entzündung? Die Ursache einer Zystitis sind Bakterien. Bei einer Unterkühlung des Körpers oder einem geschwächten Immunsystem vermehren sich diese Bakterien rasant und führen so zu den bekannten Beschwerden. Auch wenn die Blase nicht vollständig entleert wird, ohne dass die Betroffenen das spüren, können sich Bakterien rasch und ungestört vermehren, bis sie ausgeschieden werden. Hier spricht der Mediziner auch von einer Restharnmenge.
Die 35-jährige Nadine hat ihre eigenen leidvollen Erfahrungen gemacht: Seit Jahren litt sie unter immer wieder auftretenden Harnwegsentzündungen, vor allem bei großen Temperaturschwankungen wie im Frühling und Herbst. Aber auch ein Schwimmbadbesuch war häufig der Auslöser. Oft kam es gleichzeitig zu einer Nierenbeckenentzündung, die sich durch einen dumpfen Schmerz in der Nierengegend unter dem hinteren Rippenbogen bemerkbar machte. „Einmal,“ so berichtet Nadine, „ist es sogar 2 Nächte hintereinander zu Koliken gekommen. Ich befürchtete schon, Nierensteine zu haben. In der Sonographie hat der Arzt aber festgestellt, dass dies nicht der Fall ist. Es war wieder ‚nur’ ein Harnwegsinfekt.“ Nach der Einnahme von Medikamenten kam es anfangs zu einer raschen und vollständigen Rückbildung der Schmerzen und der Normalisierung der Laborbefunde, nach einigen Jahren aber traten die Entzündungen immer häufiger auf und waren nur durch den Einsatz verschiedener und über lange Zeit eingenommener Medikamente zum Abheilen zu bringen. Auch intensive Untersuchungen mit Ultraschall und Differenzierung der Bakterien und deren Ansprechen auf bestimmte Medikamentengruppen brachten keinen Durchbruch.
Nadine hatte sich schon fast mit ihrer Krankheit abgefunden, als ihr eine Ärztin riet, einen Versuch mit der Einnahme von Vitamin C zu machen. Schaden kann es auch nicht und gesünder als Tabletten ist es sicher, dachte sich Nadine und machte einen Versuch. Und es wirkte! Die Ärztin erklärte ihr diesen Effekt: durch die Einnahme von mindestens 500 mg Vitamin C täglich werde der ph-Wert in der Blase so zum sauren Milieu verändert, dass sich die Bakterien nicht mehr gut vermehren können. Eine ausreichende Trinkmenge helfe zusätzlich, die vorhandenen Bakterien immer wieder rasch aus den Harnwegen zu spülen.
Nadine lässt seither ihr Vitamin C Präparat nicht mehr ausgehen. Auch von Erkältungen ist sie seither seltener betroffen. „Das war ein guter Tipp von meiner Ärztin“, sagt sie überzeugt und bedauert nur, nicht schon früher davon gehört zu haben.
Christa Becker | Mittwoch, den 4. Mai 2005
Veröffentlicht in Krankheiten
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am 23. August 2005 um 23:05 Uhr.
[...] amin verhindert, dass sich Bakterien in der Harnblase vermehren können (siehe Artikel Was tun bei chronischer Zystitis?). Die Natur b [...]