Aloe Vera - Hilfe für die Haut

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Aloe Vera - Hilfe für die Haut

Christa Becker | Dienstag, den 22. März 2005

Aloe VeraSeit Jahrtausenden kennt und nutzt man fast überall in der Welt ihre Heilkraft. „Arzt im Blumentopf“, nannte sie Christoph Kolumbus und unternahm nie eine Schiffsreise ohne eine Aloe Vera. Alexander der Große pflanzte sie in einen Wagen, um sie auf Feldzügen mitführen zu können.

Ihr Name stammt von dem arabischen Wort „alloeh“ und bedeutet „glänzend und bitter“, im deutschen Sprachraum heißt die Pflanze „Bitterschopf“. Sie gehört botanisch zur Gruppe der Sukkulenten, die sich dem unwirtlichen Klima von Halbwüsten und Steppen angepasst haben und mit geringem Niederschlag auskommen. Die Pflanze braucht heiße, trockene Sommer und milde Winter zum Gedeihen. Ihre dicken Blätter sind in der Lage, viel Wasser zu speichern und damit das Überleben zu sichern. Was heute als Aloe Vera auf den Markt kommt, wurde überwiegend in der Karibik oder Südamerika kultiviert.

Schon im alten China und Ägypten wurde die Aloe verwendet, um Schönheit, Gesundheit und Unvergänglichkeit zu erlangen. Heute wissen wir, dass die Aloe-Pflanze neben vielen Mineralstoffen, Vitaminen, Enzymen und Aminosäuren Kohlenhydratverbindungen enthält, die reinigend, antiseptisch, pilztötend und schmerzlindernd wirken. In zahlreichen Studien konnten bisher mehr als 160 Inhaltsstoffe nachgewiesen werden.

Heute wird das Pflanzenmark der Blätter vor allem zu Gel verarbeitet, das bei Insektenstichen, Brand- oder Schnittwunden, Sonnenbrand sowie Hautausschlägen rasche Linderung bringt. Die Heilung wird beschleunigt und die Narbenbildung angeregt, selbst auf empfindliche Haut wie bei Schuppenflechte oder Neurodermitis kann das Gel aufgetragen werden. Auch bei Strahlenschäden der Haut nach einer Krebsbehandlung werden gute Erfolge erzielt. Inzwischen finden sich in vielen kosmetischen Produkten von der Gesichtscreme bis zum Badezusatz Bestandteile von Aloe Vera. Manche Heilpraktiker und naturheilkundlich tätige Ärzte empfehlen zudem bei Entzündungen des Magen-Darm-Traktes eine innerliche Anwendung, hier berichten manche Patienten allerdings über Unverträglichkeit und Reizungen. Und auch für Haustiere wie Hund, Katze oder Pferd gibt es inzwischen ein breites Angebot an Pflegeprodukten mit Inhaltsstoffen der Aloe Vera.

Besonders bei der innerlichen Anwendung sollte man auf die geringe Haltbarkeit der Aloe Vera-Produkte achten. Ist die Haltbarkeit mit einer relativ langen Zeitspanne angegeben, nimmt man mit den Wirkstoffen der Pflanze natürlich auch viele Konservierungsstoffe in den Körper auf.

Im Internet oder Buchhandel finden sich zahlreiche Informationen über die Pflanze und Anwendungsbereiche, jedoch selten ohne gleichzeitige Vermarktung. Ein Eigenversuch lohnt sich, ein Wundermittel gegen fast alle Erkrankungen und Beschwerden – wie so häufig angepriesen – ist die Aloe Vera mit Sicherheit nicht.

Bücher zum Thema:
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Natürlich heilen und pflegen mit Aloe vera


Christa Becker | Dienstag, den 22. März 2005

Veröffentlicht in Naturheilmittel

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